Coronakrise in Stuttgart Zahlreiche Kunden müssen Pakete am Nordbahnhof abholen

Von red 

Sprunghaft angestiegene Sendungsmengen und ein hoher Krankenstand führen zu Engpässen bei der Paketzustellung in Stuttgart – mit Folgen für die Kunden.

Viele Kunden sollen ihre Pakete an der Ehmannstraße abholen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Viele Kunden sollen ihre Pakete an der Ehmannstraße abholen. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - DHL, der Paketdienst der Post, hat Lieferprobleme. Zahlreiche Kunden in Stuttgart finden seit einigen Tagen Benachrichtigungskarten in ihren Briefkästen, obwohl kein Zusteller geklingelt hat. Sie werden gebeten, ihre Pakete in einer Sonderausgabestelle in der Ehmannstraße im Stuttgarter Norden abzuholen. Dort findet sich aber keine Filiale, sondern die Zustellbasis der Post am Nordbahnhof.

Hoher Krankenstand in der Stuttgarter Zustellbasis

Grund dafür seien akute Personalprobleme durch einen hohen Krankenstand in der Stuttgarter Zustellbasis in Verbindung mit in den vergangenen Tagen sprunghaft gestiegenen Sendungsmengen, sagte ein DHL-Sprecher den Stuttgarter Nachrichten. „Wir sehen in unserem Paketbereich seit Ende März eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit liegt“, so der Sprecher. Man setze „jetzt alles daran, die Kapazität in der Zustellung und auch den Paketzentren weiter hochzufahren“. Trotz verschiedener personeller Maßnahmen könne man aber „momentan nicht alle Paketzustellbezirke wie gewohnt vollständig besetzen.“ Dies betreffe aber nur einen kleinen Teil der Sendungen in Stuttgart, der Großteil komme pünktlich an.

Um übermäßige Wartezeiten zu vermeiden, bietet DHL die Abholung in der Ehmannstraße an. Kunden beklagen allerdings, dass der Weg dorthin weit und ohne Auto kaum machbar sei. Außerdem bildeten sich immer wieder Schlangen, was in Coronazeiten gerade jene ängstige, die auf Paketbestellungen setzen, um persönliche Kontakte zu vermeiden.

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