Coronavirus-Beobachtung in Stuttgart/Kirchheim Passagiere aus Wuhan werden in Kirchheimer Hotel einquartiert

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Die Rückkehrer aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan werden in Kirchheim (Kreis Esslingen) untergebracht. Für die 15 Passagiere ist im dortigen Ateck-Hotel eigens ein Seitenflügel reserviert.

Im Ateck-Hotel in Kirchheim  ist man auf die Ankunft der Quarantäne-Patienten vorbereitet. Foto: SDMG/Kohls 4 Bilder
Im Ateck-Hotel in Kirchheim ist man auf die Ankunft der Quarantäne-Patienten vorbereitet. Foto: SDMG/Kohls

Stuttgart/Kirchheim - Jetzt ist klar, wo im Kreis Esslingen die Rückkehrer aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan untergebracht werden. Dem Vernehmen nach werden sie in das Ateck-Hotel in Kirchheim einquartiert, wo für die 15 Personen ein Seitenflügel reserviert wird. Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) handelt es sich dabei um deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen. Sie waren länger im Ausland und haben keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland.

Die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker (SPD) ist am Donnerstag von dem Anruf des DRK überrascht worden. Ein Funktionär habe ihr mitgeteilt, dass ihre Stadt dazu ausgewählt wurde, die 15 Menschen unterzubringen. Diese kämen 14 Tage unter Beobachtung, der Begriff „Quarantäne“ sei von dem Sprecher bewusst ausgeklammert worden, da die Menschen aus China keine Symptome der gefährlichen Viruserkrankung aufwiesen.

Amtsärzte untersuchen die Rückkehrer noch im Flugzeug

Ansonsten seien die Informationen sehr spärlich gewesen. Auf die Frage, weshalb man sich gerade für Kirchheim entschieden habe, habe es keine Antwort gegeben. Ebenso habe man ihr nicht mitteilen können oder wollen, ob es sich bei den aus China zurück geholten Menschen um dort arbeitende Kirchheimer handelt. Sie wisse nur, dass es deutsche Staatsangehörige aus Wuhan seien, die gegen 13 Uhr mit einer aus Paris kommenden Maschine am Flughafen Stuttgart landen sollen.

Nach einem solchen Anruf „erschrickt man natürlich erst einmal“, sagt die Rathauschefin. Doch die Kirchheimer Stadtverwaltung habe keinen Einfluss auf die vom Auswärtigen Amt und dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium getroffene Entscheidung gehabt.

Laut dem Roten Kreuz wird die Maschine nach der Landung zunächst von Amtsärzten aufgesucht, die die Menschen ersten Gesundheitschecks unterziehen und sie nach ihrem Befinden befragen. Danach würden die Rückkehrer die Zoll- und Passkontrolle passieren und mit Fahrzeugen des Roten Kreuzes nach Kirchheim gebracht.

DRK kündigt Pressekonferenz an

Laut Informationen unserer Zeitung werden sie dort in einem eigens für sie reservierten Seitenflügel des Ateck-Hotels einquartiert. Dieses liegt in einem kleinen Gewerbegebiet am östlichen Stadtrand Kirchheims nahe der A 8-Anschlussstelle Kirchheim-Ost. Für den Nachmittag hat das Rote Kreuz eine Pressekonferenz am Stuttgarter Flughafen angekündigt, sobald die Amtsärzte die Maschine wieder verlassen hätten.