Clubs und Diskotheken in Baden-Württemberg müssen weiterhin geschlossen bleiben. Clubbetreiber zeigen Verständnis, fordert aber weitere finanzielle Unterstützung.

Stuttgart - Clubbetreiber haben Verständnis für die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, dass Clubs und Discos weiter geschlossen bleiben. Es gebe gute Gründe, die gegen ein Öffnen sprechen, sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft Clubkultur Baden-Württemberg, Simon Waldenspuhl, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Öffnung sei ohnehin nur sinnvoll, wenn die Maskenpflicht und die Kapazitätsgrenzen gekippt würden. Nach zwei Jahren Pandemie bräuchten die Clubs eine Anschubfinanzierung. „Für eine zukünftige Öffnung sind weitere Wirtschaftshilfen unabdingbar.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuvor angekündigt, dass Clubs und Diskotheken wegen der Omikron-Variante auch in der normalen Alarmstufe geschlossen bleiben. Eigentlich hätte bei einer Rückkehr in die normale Alarmstufe die 2G-Regel gegolten. Geimpfte und Genese hätten dann Clubs und Discos besuchen dürfen.

Einfrieren der Alarmstufe II als rechtswidrig eingestuft

Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hatte das Einfrieren der Alarmstufe II durch die Corona-Verordnung der Landesregierung als voraussichtlich rechtswidrig eingestuft. Die grün-schwarze Landesregierung plant deswegen, das reguläre Stufensystem wieder einzuführen. Mit der neuen Corona-Verordnung, die laut Kretschmann am Freitag in Kraft treten soll, verschärft die Regierung nun die Regeln in der normalen Alarmstufe.

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Die Interessengemeinschaft Clubkultur vertritt nach eigenen Angaben Spielstätten, Clubbetreiber, Festivals und Veranstalter im Südwesten.

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