Coronavirus in Baden-Württemberg Freiburg erlässt Betretungsverbot für öffentliche Orte

Von red/dpa 

Das Coronavirus grassiert, immer mehr Menschen werden krank, immer mehr sterben. In Freiburg dürfen ab Samstag keine öffentlichen Orte mehr betreten werden – weil sich die Menschen nicht an die Verordnungen halten.

Öffentliche Plätze dürfen in Freiburg von Samstag an nicht mehr betreten werden. Foto: dpa/Philipp von Ditfurth
Öffentliche Plätze dürfen in Freiburg von Samstag an nicht mehr betreten werden. Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Freiburg - Die Stadt Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. Das Verbot soll vom 21. März bis 3. April gelten, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilte. Mit dieser einschneidenden Maßnahme wolle die Stadt die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört. Freiburg und die Region lägen in einer besonders gefährdeten Region, auch die benachbarte Schweiz sei stark betroffen.

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Das Betretungsverbot bedeutet nach Angaben der Stadt konkret, dass öffentliche Orte nicht mehr betreten werden dürfen. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das nur allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Von allen anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Man dürfe aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Die gegenwärtigen Beschränkungen würden vorerst für zwei Wochen gelten.

Menschen halten sich nicht an die Verfügungen

„Uns ist bewusst, dass diese schwerwiegende Entscheidung deutliche Einschränkungen auf das Leben der Freiburgerinnen und Freiburger haben wird“, sagte Oberbürgermeister Martin Horn. „Aber nach dem heutigen Stand muss der Schutz der Bevölkerung vor allen anderen Erwägungen Vorrang haben.“

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Vor knapp einer Woche haben die Stadt Freiburg und die benachbarten Landkreise die Durchführung aller Veranstaltungen ab 50 Teilnehmenden bis 20. April untersagt. Doch immer wieder hätten sich Menschen nicht an diese Allgemeinverfügung gehalten und ihre Kontakte zu anderen nicht eingeschränkt. Gerade bei den frühlingshaften Temperaturen verbrächten viele Bürger ihre Freizeit im Freien auf öffentlichen Plätzen, in Parks und Grünanlagen. Der empfohlene Abstand zwischen den Menschen werde dabei häufig nicht eingehalten.