Coronavirus in Baden-Württemberg Großer Andrang bei mobilen Impfteams

Auf dem Kronprinzplatz in Stuttgart wurde ein Sanitätszelt errichtet, in dem die Impfungen durchgeführt wurden. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Auf dem Kronprinzplatz in Stuttgart wurde ein Sanitätszelt errichtet, in dem die Impfungen durchgeführt wurden. (Archivbild) Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Rationierung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer führt nach Meinung von Experten zu einem Ansturm auf die mobilen Impfteams und Impfstützpunkte in Baden-Württemberg.

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Karlsruhe/Ulm - Der Andrang bei mobilen Impfteams und Impfstützpunkten im Südwesten ist enorm und wird nach Einschätzung von Experten bis Ende November noch weiter steigen. Grund dafür sei die vom Bund ab dem Zeitpunkt angekündigte Rationierung des Impfstoffes Biontech/Pfizer, sagte Bernd Kühlmuß, medizinischer Leiter Mobile Impfteams Ulm, am Montag. Der Biontech-Impfstoff genieße sehr großes Vertrauen - „viele werden versuchen, sich damit impfen zu lassen, bevor die Beschränkung kommt.“

Danach bestehe dann die Gefahr, dass kurzfristig weniger Menschen impfbereit sind, weil sie dem ebenso guten Impfstoff Moderna skeptischer gegenüberstehen. „Es kann sein, dass Menschen dann auf Impfungen verzichten und der Impffortschritt konterkariert wird.“

Termine schon nach 30 Minuten alle belegt

Das Bundesgesundheitsministerium hatte Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Vorzugsweise soll dann Moderna verimpft werden, weil dieser Impfstoff im Februar zu verfallen droht.

In den Landkreisen Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und dem Stadtkreis Ulm sind laut Kühlmuß inzwischen zehn mobile Impfteams unterwegs. „Ich schätze, wir werden die Zahl mehr als verdoppeln müssen.“ In Einkaufszentren etwa werden von mobilen Impfteams zwischen 400 und 500 Menschen täglich geimpft - „die Termine sind schon in den ersten 30 Minuten nach Öffnung vergeben“. Wer danach kommt, müsse vertröstet werden. Beschimpfungen seitens der Impfwilligen nehmen dabei seinen Worten zufolge zu. Vermehrt müsse inzwischen die Polizei gerufen werden. Das Land finanziere bei Bedarf auch Security.

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