Coronavirus in Baden-Württemberg So will Winfried Herrmann dem ÖPNV helfen

Von red/dpa/lsw 

Weil wegen des Coronavirus weniger Fahrgäste unterwegs sind, leiden der Nahverkehr und die Busunternehmen im Land unter wegbrechenden Einnahmen. Der Verkehrsminister will einen Rettungsschirm aufspannen.

Die Fahrgastzahlen gehen in der Corona-Krise zurück (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Fahrgastzahlen gehen in der Corona-Krise zurück (Symbolbild). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Der öffentliche Personennahverkehr und die Busunternehmen im Land leiden in der Corona-Krise unter wegbrechenden Einnahmen, weil weniger Fahrgäste unterwegs sind. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will für sie nun einen Rettungsschirm über 480 Millionen Euro aufspannen, wie die „Südwest Presse“ (Mittwoch) berichtet.

„Wir müssen schon aus Klimaschutzgründen einiges tun, damit der ÖPNV und die dafür unverzichtbaren Bahn- und Busunternehmen am Ende der Corona-Krise nicht massiv geschädigt sind“, sagte Hermann der Zeitung. Das Geld soll aus verschiedenen Quellen kommen, wie ein Ministeriumssprecher auf Anfrage erläuterte. Dazu zählen der Bund, die Kommunen und Förderprogramme.

40 Millionen Euro für Schülerabos

Wie die Zeitung weiter berichtet, sollen unter anderem mit 40 Millionen Euro Familien zwei Monatsraten von Schülerabos ersetzt werden, um so Kündigungen zu verhindern. Zudem will Hermann dem Bericht zufolge erreichen, dass den Unternehmen die fehlenden ÖPNV-Einnahmen ausgeglichen werden, damit diese den Fahrbetrieb aufrechterhalten können. Dafür kalkuliere der Minister mit Kosten von 400 Millionen Euro bis Jahresende, an denen sich auch Bund und Kommunen beteiligen sollen. Die Pläne würden derzeit mit dem Koalitionspartner CDU und den Kommunen abgestimmt.

Lesen Sie hier: Land zahlt weitere 100 Millionen Euro Soforthilfe für Kommunen

Den Verkehrsunternehmen fehlten massiv Fahrgasteinnahmen, sagte der Ministeriumssprecher. Es handele sich dabei um Geld, das nicht mehr reinzuholen sei. Gerade auf dem Land gebe es kleinere und mittlere Busunternehmen, die im Auftrag der Kommunen unterwegs seien und in der Corona-Krise besonders litten.

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