Coronavirus in der Region Stuttgart VfB-Ultras bieten Einkaufshilfe für Risikogruppe

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Die VfB-Ultras von Schwabensturm 02 haben eine Aktion gestartet, die vor allem älteren Menschen der Coronavirus-Risikogruppe Hilfe bei Alltagsbesorgungen anbietet.

Die Ultra-Gruppierung Schwabensturm 02 bietet ab sofort eine Einkaufshilfe für Personen aus der sogenannten Risikogruppe an. Foto: Baumann
Die Ultra-Gruppierung Schwabensturm 02 bietet ab sofort eine Einkaufshilfe für Personen aus der sogenannten Risikogruppe an. Foto: Baumann

Stuttgart - Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt in Atem. Auch hier in der Region wurden bereits strikte Regeln erlassen, die das Leben der Menschen in den kommenden Wochen stark beeinflussen werden. Bars, Clubs, viele öffentliche Einrichtungen sind bis auf Widerruf geschlossen. Für die Menschen jenseits des sechzigsten Lebensjahrs gilt, dass sie zur sogenannten Risikogruppe gehören, also besonders gefährdet sind, sich mit dem Covid-19-Virus anzustecken.

Lesen Sie hier: Wie der VfB Stuttgart mit der Zwangspause umgeht

An diese Personengruppe richtet sich das Angebot der VfB-Ultras von Schwabensturm 02. Die Gruppe hat am Wochenende eine Hilfs-Aktion gestartet, die besonders im Rems-Murr-Kreis und dem Stuttgarter Stadtgebiet Hilfe bei Einkäufen anbietet. „Unser Angebot zielt darauf ab, in diesen Bereichen Menschen helfen zu wollen, die aktuell beispielsweise durch ihr Alter gefährdet und damit gleichzeitig in ihrer Versorgung eingeschränkt sind. Natürlich völlig losgelöst davon, ob die Person Anhänger des VfB ist oder nicht“, heißt es dazu in einer Mitteilung, die die Aktion ankündigt.

Dazu wurden im ersten Schritt zwei Telefonnummern kommuniziert, die als Hotline für Anfragen fungieren. Darüber kann man mitteilen, was benötigt wird und die Anfragen sollen dann intern an Mitglieder der Gruppe verteilt werden. Diese sollen die Besorgungen dann erledigen und bis an die Haustüre bringen. Die Aktion soll am Dienstag, 17. März, starten. Die Hotlines sind täglich von Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr offen. Begleitend dazu wurde auch ein Twitteraccount eingerichtet, der als Informationskanal rund um die Aktion fungiert und der auch unter dem Hashtag #GemeinsamHelfen0711 erreicht werden kann.

Appell an die Solidarität

„Wir wollen so der Gesamtsituation Rechnung tragen und unseren Beitrag leisten, soweit es uns möglich ist“, sagt Clemens Knödler, der Sprecher der Gruppe. Das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden. Insbesondere auf die Landkreise Esslingen und Ludwigsburg, wo die Gruppe infrastrukturell ebenfalls gut aufgestellt ist. Erste Rückmeldungen sind bereits eingegangen, man scheint einen Nerv getroffen zu haben. „Es gilt, nun als Gesellschaft zusammenzurücken“, sagt Knödler. Die Gruppe will das Angebot bis auf Weiteres aufrechterhalten, „so lange wie wir das stemmen können“ und vorbehaltlich dessen, was vonseiten der Regierung an Verhaltensregeln für die Bevölkerung beschlossen wird.

Informationen und Kontakt

Unter folgenden Telefonnummern kann man sich melden: Landkreis Esslingen: 0157/75708181. Landkreis Rems-Murr: 0157/34453008. Stadt Stuttgart: 0157/34452998. Der Twitteraccount lautet @geHelfen0711. Eine weitere Kontaktmöglichkeit besteht via Mail an gemeinsamhelfen@schwabensturm02.net. Hierüber sollen sich auch Personen melden, die bei der Aktion mithelfen wollen. Hier geht es zur Meldung der Gruppe.




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