Coronavirus in England Was Klopapier und Desinfektionsmittel im Spielautomaten machen

Bei den Spielautomaten kann man ungewöhnliche, aber sehr gefragte Produkte herausfischen. Foto: dpa/Rob Braddick 5 Bilder
Bei den Spielautomaten kann man ungewöhnliche, aber sehr gefragte Produkte herausfischen. Foto: dpa/Rob Braddick

Auch in England sorgen Hamsterkäufe wegen des Coronavirus für leere Supermarktregale. Produkte wie Klopapier und Desinfektionsmittel sind meist ausverkauft – und werden zu begehrten Gewinnen in Spielautomaten.

Stuttgart/ Devon - Geht man nach den leeren Supermarktregalen, gehören Klopapier, Desinfektionsmittel, Nudeln und Mehl zu den Produkten, auf die man bei einer Quarantäne aufgrund des Coronavirus unmöglich verzichten kann. Da die begehrten Produkte auf normalem Wege aber oft nicht mehr zu kaufen sind, greifen viele zu anderen Methoden: Desinfektionsmittel wird entwendet, Klopapier gespart und die Regale der Supermärkte leergekauft.

Ein Freizeitparkbesitzer hat einer originellen Idee

Robert Braddick, Besitzer des Braddicks Holiday Centre in Devon, hält von Hamsterkäufen und panischen Entwendungsaktionen wenig. Er kontert mit einer besonders pfiffigen Aktion: In den Spielautomaten seines Freizeitparks gibt es statt den üblichen Kuscheltieren und Spielzeugen ab sofort Produkte, die zur Zeit anscheinend mehr gebraucht werden.

Den Spiderman, so Braddick, habe er gegen eine kleine Flasche Handdesinfektionsmittel ausgetauscht, denn die sei „im Moment wahrscheinlich wertvoller“. Im zweiten Spielautomaten findet man das aktuell ebenso gefragte Toilettenpapier. „Ich mach einfach ein bisschen Spaß, weil die Leute mit den Hamsterkäufen gerade ein bisschen durchdrehen“, erklärt der Freizeitparkbesitzer seine Aktion.

Hier sehen Sie, wie Robert Braddick das Ergebnis auf Twitter teilt:

Beim Spielautomaten zu gewinnen, ist keine Leichtigkeit

Auch wenn die Besucher des Freizeitparks in diesen Zeiten Klopapier und Desinfektionsmittel im Überschuss wohl recht gerne zu Gesicht bekommen, dürfte Braddick den einen oder anderen mit seiner Aktion auch ein wenig verärgern. Denn bei dem klassischem Spielautomaten mit Greifarm Erfolg zu haben, ist bekanntlich gar nicht so einfach.

„Wir haben es getestet. Es ist möglich zu gewinnen, aber es ist sehr schwer“, gab der Betreiber zu. Seit der Neubestückung des Automaten, hätten schon einige Besucher ihr Glück versucht. Bisher habe es aber seines Wissens noch keiner geschafft, so Braddick.

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Ob Besucher beim Anblick des neuen Spielautomaten vor Freude den Geldbeutel zücken oder eher noch ungeduldiger werden, weil sie das Unerreichbare vor sich im Spielautomaten sehen? Mit seiner Aktion hat der Freizeitparkbetreiber auf alle Fälle Humor bewiesen und möglicherweise auch den ein oder anderen panikschiebenden Hamsterkäufer zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht.




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