Coronavirus in Stuttgart Stadt will so viele Menschen wie möglich testen – das sind die Kriterien

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Im Zuge der Corona-Krise will die Stadt Stuttgart so viele Menschen wie möglich auf das Virus testen. Zu welchen Mitteln die Stadt greift und welche Personen dabei besonders im Fokus stehen, erfahren Sie hier.

Die Stadt Stuttgart will die Corona-Tests erhöhen. (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat
Die Stadt Stuttgart will die Corona-Tests erhöhen. (Symbolbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Stuttgart - Auch in Stuttgart erhöht sich die Zahl der Corona-Infizierten täglich. Am Samstagmittag hatte die Stadtverwaltung 702 Fälle gemeldet. Sechs Stuttgarter sind bereits am Virus gestorben. Nun hat die Stadt Stuttgart via Twitter bekräftigt, dass sie sich im Kampf gegen Corona weiter rüstet und so viele Menschen wie möglich testen lassen will – dabei stehen die Bürgerinnen und Bürger im Fokus, bei denen eine Covid19-Diagnose einen großen Einfluss auf die Therapie sowie das Umfeld hat.

Obwohl die Beschränkungsmaßnahmen der Stadt Stuttgart greifen und somit der Zuwachs an Infektionen im Vergleich zu den Vorwochen nicht stärker ist, besteht derzeit kein Grund, Entwarnung zu geben, denn selbst wenn sich die Zahlen so weiterentwickelten, komme man in kurzer Zeit auf 1700 bis 1800 Fälle in der Landeshauptstadt. Selbst dann könnten die hiesigen Krankenhäuser „an ihre Grenzen stoßen“, warnt Sven Matis, der Pressesprecher der Stadt Stuttgart.

Ein wichtiges Instrument im Kampf gegen das Coronavirus seien möglichst viele Tests, weswegen die Kapazitäten fortlaufend nach Kräften weiter ausgebaut würden, insbesondere bei den Laboren. „Nach dem Landesgesundheitsamt haben zunächst das Klinikum Stuttgart und dann das Robert-Bosch-Krankenhaus sowie das Marienhospital eigene Laborkapazitäten mit Hochdruck geschaffen“, erklärt der Sprecher.

Diese Menschen sollen vor allem getestet werden

Neben Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, einen schweren Krankheitsverlauf haben oder direkten Kontakt zu einem nachweisbar Corona-Erkrankten hatten und auch Symptome aufweisen, sollen vor allem Menschen der kritischen Infrastruktur getestet werden. Soll heißen: „Ein Leiter der Rettungsdienste oder ein Facharzt wird dringlicher getestet. Ein Ausfall würde Einsätze gefährden oder weitreichende Konsequenzen haben“, so Matis.

Bei manchen Menschen, wie beispielsweise Urlaubsrückkehrer ohne erhöhtes Risiko mit milden Symptomen, mache ein Test wenig Sinn, weil er keine Konsequenz hätte. Diese Personen sollten zu Hause bleiben, Kontakte minimieren und sich auskurieren.

Falls eine Bürgerin oder ein Bürger verdächtige Symptome bei sich bemerkt und weder beim Hausarzt noch bei den Hotlines telefonisch durchkommt, verweist Sven Matis an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI): „Wenn nur leichte Symptome vorhanden sind, sollten die Betroffenen sich selbst isolieren, das heißt zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, eine gute Händehygiene und Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst nochmals versucht werden, die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen, wie zum Beispiel bei Atemnot, wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle“.

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