Coronavirus in Stuttgart Stuttgarter müssen auf Hamburger Fischmarkt verzichten

Von Armin Friedl 

Jetzt wurde auch der für den 16. bis zum 26. Juli angesetzte Hamburger Fischmarkt in der Innenstadt offiziell abgesagt. In diesem Jahr hätte er zum 33. Mal stattfinden sollen.

In diesem Sommer gibt es keinen Hamburger Fischmarkt im Stuttgart. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt
In diesem Sommer gibt es keinen Hamburger Fischmarkt im Stuttgart. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Stuttgart - Mit dem Hamburger Fischmarkt hat nun auch die letzte sommerliche Großveranstaltung in der Innenstadt dem städtischen Treiben eine Absage erteilt: Im 33. Jahr hätte dieser stattfinden sollen vom 16. bis zum 26. Juli auf dem Karlsplatz. Der Grund ist natürlich die Corona-bedingte Absage von Großveranstaltungen zunächst bis zum 31. August, verordnet von den Behörden. Ann-Kathrin Rehberg, verantwortlich für den Markt: „Das trifft uns alle sehr hart, vor allem die Kollegen aus dem Reisegewerbe haben nun schon seit Monaten null Einnahmen“.

Offenburg steht noch aus

Die Absage trifft sie auch deshalb sehr hart, weil dieser Hamburger Fischmarkt auf Reisen jährlich vier Stationen quer durch die Republik hat: Aschaffenburg, München, Stuttgart und Offenburg. Drei von diesen Stationen sind jetzt abgesagt. „Nur Offenburg ist noch offen in Sachen Termin“, so Rehberg, denn dort ist turnusgemäß die Station immer erst im Oktober. Rehberg: „Das ist aber traditionell eher eine kleinere Veranstaltung. Da hoffen wir aber jetzt umso mehr, dass wenigstens dies noch stattfinden kann. Aber die Absage an Stuttgart ist schon besonders bitter. Da sind wir jetzt seit 33 Jahren. Das ist eine Marke, die heute nur noch wenige schaffen.“

Rehberg selbst ist auch immer in Stuttgart mit einem Stand vertreten, an dem sie die Spezialität Labskaus verkauft. „Stuttgart hat so ein tolles Publikum und wir lernen Jahr für Jahr etwas vom hiesigen Dialekt dazu“, so Rehberg, „denn die Leute sind schon was Besonderes, die auf den Karlsplatz kommen: Das sind die jungen Leute, die feiern wollen, die vielen, die während der Arbeitspausen kommen und die, die auch den Fisch kaufen, um ihn zu Hause zu genießen.“

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