Daimler und BMW Moovel soll teils an die Bahn verkauft werden

Von Yannik Buhl 

Eine Berliner Tochterfirma der Deutschen Bahn will Teile des Joint Ventures von Daimler und BMW erwerben.

Moovel bietet Apps für den öffentlichen Nahverkehr an, Kunden sind Kommunen und Verkehrsverbünde. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Moovel bietet Apps für den öffentlichen Nahverkehr an, Kunden sind Kommunen und Verkehrsverbünde. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Die Autobauer Daimler und BMW wollen einen Teil des gemeinsamen Unternehmens Moovel Group verkaufen. Die Anteile sollen an das Berliner Unternehmen Mobimeo gehen, eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bahn. Sowohl Moovel als auch Mobimeo bieten Anwendungen für Smartphones, mit denen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs Routen planen und auch Tickets kaufen können.

Mobimeo beabsichtige, „den Geschäftsbereich der Mobilitätsplattformen für Kommunen und Verkehrsverbünde“ zu übernehmen, teilten Daimler und BMW auf Anfrage unserer Zeitung mit. Damit bündeln Mobimeo und Moovel ihre Kräfte in der Entwicklung von Mobilitätsplattformen für Kunden im Nahverkehr in Mobimeo. Das Endkundengeschäft von Moovel, etwa die Smartphone-App Reach-Now, verbleibt demnach in dem Gemeinschaftsunternehmen.

Der Verkauf des Geschäfts für Kommunen und Verkehrsverbünde muss allerdings noch durch das Bundeskartellamt und die zuständigen Bundesministerien gebilligt werden. Das Bundeskartellamt führt den Antrag auf seiner Homepage mit dem Datum vom 16. Juli dieses Jahres. Ob das Kartellamt den Verkauf in einem sogenannten Hauptprüfungsverfahren einer vertieften Überprüfung unterziehen wird oder zeitnah darüber entscheidet, steht noch nicht fest.

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