Das Fantasy Filmfest in Stuttgart Gemischte Gefühle und Killerclowns

Von Kathrin Horster 

Es geht wieder gruselig zu: Vom 7. September bis zum 17. September zeigt das 31. Fantasy Filmfest im Metropol jede Menge Horrorstreifen und andere Herausforderungen.

Der fiese Clown Pennywise (Bill Skarsgård) treibt in „It“ sein Unwesen. Foto: Warner Bros.
Der fiese Clown Pennywise (Bill Skarsgård) treibt in „It“ sein Unwesen. Foto: Warner Bros.

Stuttgart - Manche Menschen gehen nicht bloß ins Kino, um sich ein bisschen zu amüsieren, sondern um sich dort einer Grenzerfahrung auszusetzen. Solchen todesverachtenden Zeitgenossen und Fans des besonderen Nischenfilms versprechen die Macher des Fantasy Filmfests die gesamte Bandbreite extrem gemischter Gefühlslagen, von Angst über Panik bis hin zur allgemeinen Verwirrung. Dass dieses Konzept ankommt, zeigt sich am fortgeschrittenen Alter: Vom 7. September bis zum 17. September findet das Ereignis bereits zum 31. Mal statt.

In zehn Tagen gibt es im Metropol-Kino vierundfünfzig Werke aus der ganzen Welt und mit diversen Themenstellungen zu sehen. Kleinster gemeinsamer Nenner ist das Fantastische als Grundbedingung der Erzählung. Auf Zwerge, Drachen oder Feen trifft man aber eher nicht. Kurz vor dem 70. Geburtstag des Horror-Meisters Stephen King läuft am Eröffnungsabend um 20 Uhr die Neuverfilmung von dessen Kultroman „Es“, inszeniert von Andrés Muschietti. „It“ erzählt davon, wie in der typisch amerikanischen Kleinstadt Derry mehrere Kinder verschwinden. Entführt werden sie vom Gruselclown Pennywise, der die Kleinen in die Kanalisation lockt.

Jugendjahre eines Serienkillers

Neben solch eher harmlos konventionellen Gruselstücken laufen aber auch sperrige, herausfordernde Werke, wie etwa der bereits im Vorfeld kontrovers diskutierte Beitrag „Playground“ (13.9., 16.30 Uhr) des polnischen Regisseurs Bartosz M. Kowalski, der drei Jugendlichen durch den letzten Schultag vor den Sommerferien folgt. Überhaupt wird der Horrorphase des Erwachsenwerdens mit sechs Filmen ohne große Ankündigung ein kleiner Schwerpunkt gewidmet: Filme wie Marc Meyers Jugenddrama „My friend Dahmer“ (13. September, 20.45 Uhr) über die Schulzeit eines berühmten Serienkillers, oder Tyler MacIntyres Highschoolkillerfarce „Tragedy Girls“ (14. September, 18. 30 Uhr) stehen neben Werken wie dem israelisch-palästinensischen Film „Land of the little people“ (11. September, 14.30), der den Horror des Krieges aus Kinderperspektive schildert.

„Sicilian Ghost Story“( 10. September, 17.30 Uhr) ist dagegen ein Genremix aus Märchen-, Mafia – und Teenagerfilm. Fabio Grassadonias Romeo-und-Julia-Variante bewirbt sich um den Fresh Blood Award. Der Publikumspreis wird in jedem Jahr an einen noch unbekannten Filmemacher verliehen, der sein Erst- oder Zweitwerk beim Festival vorstellt.




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