Das Rezept der Woche Gegen den Mehl-Überschuss: Veganer schwäbischer Hefezopf

Von StZ 

Einmal pro Woche veröffentlichen wir das Rezept eines Stuttgarter Profi-Kochs: Heute bäckt Sabine Vogt für das vegane Restaurant Körle und Adam einen veganen schwäbischen Hefezopf. Damit unsere Leser wissen, was sie mit ihrem vielen Mehl tun können!

Sabine Vogt backt einen veganen schwäbischen Hefezopf. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth 17 Bilder
Sabine Vogt backt einen veganen schwäbischen Hefezopf. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Es ist eines der großen Mysterien in Zeiten des Coronavirus. Das Klopapier ist alle. Und die Regale mit Mehl sind leer. Warum das so ist? Bisher gab’s viele Antworten darauf, aber meist bewegen sie sich auf der Ebene der Vermutung. Klar, wenn einer mal zugreift, dann der nächste. Und wenn das Regal erst einmal leer ist, treibt der Herdentrieb den Menschen zur Nachahmung.

Was aber machen die Menschen mit dem Mehl? Thomas Adam, unser Koch vom veganen Restaurant Körle und Adam in Feuerbach, versteht dies auch nicht. Dachte sich aber: Wenn nun alle Mehl daheim haben, sollte man vielleicht erklären, was sie damit anstellen können. Und weil sein Restaurant logischerweise ebenfalls nicht mehr geöffnet ist, bat er eine Freundin, Sabine Vogt, mit einem Rezept auszuhelfen. Bei manchen Veranstaltungen wünschen sich die Gäste einen Hefezopf, den fertigt dann in freundschaftlicher Verbundenheit Sabine Vogt für das Lokal.

Bei der Zubereitung vor den ganz harten Einschränkungen musste Sabine Vogt übrigens auch noch improvisieren: Denn offenbar haben die Leute gemerkt, dass sie zu viel Mehl zu Hause haben und das Backen angefangen. Die frische Hefe war auch ausverkauft. Zutaten für vier Personen

600 g Mehl

1 Hefewürfel

350 ml Hafermilch

125 g Margarine

100 g Zucker

Hagelzucker und Mandelstifte

Für die Füllung:

200 g gemahlene

Mandeln

100 g Zucker

2 EL Pflanzenmilch

1 Prise Zimt

Die Zubereitung Für einen Vorteig die lauwarme Hafermilch mit Hefe und etwas Zucker vermischen und kurz gehen lassen. Die Margarine erwärmen (oder schmelzen) und mit Zucker und Mehl und dem Vorteig zu einem Teig verkneten. Diesen an einem warmen Ort rund 60 Minuten gehen lassen.

Den Teig anschließend mit einem Wellholz circa zwei Zentimeter dick ausrollen. Die 200 g gemahlenen Mandeln (hier kann man auch Haselnüsse nehmen) mit etwas Hafermilch und dem Zucker vermischen, dann die Masse auf dem ausgerollten Teig verteilen und etwas andrücken. Das Ganze zu einer Rolle aufwickeln.

Diese in der Mitte durchschneiden, am Ende aber etwa drei Zentimeter verbunden lassen. Die beiden Stränge hin- und herschlagen, also verzopfen, und den verbundenen Teil noch umschlagen. Den Zopf mit etwas Hafermilch bepinseln und mit Hagelzucker und Mandelstiften bestreuen. Den Teig in eine eingefettete Kastenform legen (es geht aber auch ohne) und dann im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ungefähr 40 Minuten backen.

Der Kochtipp

Küchenfee
Sabine Vogt nimmt für ihren Hefezopf nur lauwarme Zutaten. Weder kalt noch heiß dürfen die sein, sondern möglichst gleichmäßig lauwarm.

Der Weintipp

Gastgeber
Alexander Körle findet, zum Hefezopf passt eben am besten eine Tasse Kaffee. Wobei der Schwabe auch mal einen Trollinger dazu trinkt.

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