Das Stuttgarter Wein-Quartett Das beste Sektgut Deutschlands – mit Verbindung nach Stuttgart

Prickelnd und gut gelaunt –   die Familie Raumland (von links): Katharina, Volker, Marie-Luise und Heide-Rose. Foto: /privat 5 Bilder
Prickelnd und gut gelaunt – die Familie Raumland (von links): Katharina, Volker, Marie-Luise und Heide-Rose. Foto: /privat

Das Wein-Quartett stellt jede Woche einen Wein vor, heute ist die Stuttgart-Spezialistin Kathrin Haasis an der Reihe – und verlässt das Anbaugebiet. Sie präsentiert einen genialen Sekt aus Rheinhessen, der eine besondere Verbindung in die Landeshauptstadt hat.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)

Stuttgart - Ehrlich, dieses Jahr könnte man an Silvester auch Sprudel trinken und um 22 Uhr ins Bett gehen. Vermutlich werden um Mitternacht trotz Beschränkungen zwar ein paar Böller gezündet, aber im Vergleich zu früher wird es eine recht stille Nacht. Sekt ist eigentlich ein Partygetränk und könnte schal schmecken, wenn sie ausfällt. Aber keinen Sekt am 31. Dezember zu trinken ist noch viel deprimierender. Es ist schließlich Tradition in der westlichen Welt, etwa seit der Erfindung des Champagners vor rund 300 Jahren. Die Erklärung dafür überrascht nicht: Der Schaumwein war ein Luxusgetränk, das es nur zu besonderen Anlässen (und bei reichen Leuten) gab. Das Anstoßen auf ein neues Jahr und neues Glück gehört definitiv in diese Kategorie.

Eine Länge wie ein Champagner

Um auf ein besseres 2021 zu trinken, ist ein Sekt vom besten deutschen Sektmacher durchaus passend. Diesen Ruf hat Volker Raumland, der seit 1984 in Rheinhessen den Wein zum Prickeln bringt. Seine Dienste haben auch Württembergs Topweingüter Wöhrwag und Aldinger in Anspruch genommen für ihre gemeinsam produzierten Spitzensekte. Denn der Stuttgarter Hans-Peter Wöhrwag hat mit Volker Raumland in Geisenheim studiert, und daraus entstand eine Freundschaft. Der Rheinhesse heiratete später zudem die Schwester des Schwaben. Zwischen Alzey und Worms baut er die klassischen Champagnersorten Spätburgunder, Pinot Meunier und Chardonnay an. Seine Arbeit hat er so gut gemacht, dass er vor fast genau einem Jahr als erstes reines Sektgut in den Verband Deutscher Prädikatsweingüter aufgenommen wurde. Und seine nach der Tochter benannte Cuvée Katharina beschert einen schönen Jahresausklang mit Brioche- und Nussnoten, Substanz und Länge wie ein Champagner. Beim Trinken ist man immerhin fast froh, dass nicht irgendwelche durstigen Partygäste die Flasche im Unverstand leeren.

Das Urteil der Weinrunde

Holger Gayer:Das ist nun wirklich ein würdiger Sekt, um dieses vermaledeite Jahr vom Hof zu jagen. Er paart das Hefe- und Brotaroma von Champagner mit einer herben Birnennote. Man schmeckt die Natur. Richtig gut!

Michael Weier:Vor über hundert Jahren war deutscher Sekt an Europas Höfen das Nonplusultra. Diese Art der Raumlands ist in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung – nämlich wieder auf Augenhöhe mit dem Champagner zu kommen.

Harald Beck: Um dieses verkorkste 2020 endgültig und mit positivem Blick nach vorn zu verabschieden, braucht es was Besonderes. Ein Raumland? Klar, Abschied mit trockenem Champagner-Humor und der Hoffnung auf mehr so Gutes.

Der Sekt fürs Fest

Cuvée Katharina Brut Nature,
19 Euro, Sekthaus Raumland, Heide-Rose und Volker Raumland, Flörsheim-Dalsheim, Telefon 062 43/90 80 70, www.raumland.de




Unsere Empfehlung für Sie