Deutsch-Schweizer Grenze Städte fordern Öffnung für Paare

Von kew 

Konstanz und Kreuzlingen sind aneinander gewachsen. Dass die Grenze wegen Corona geschlossen ist, trifft deutsch-Schweizer Paare besonders heftig.

An der Kunstgrenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen stehen mittlerweile zwei provisorische Grenzzäune. Foto: dpa/Felix Kästle
An der Kunstgrenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen stehen mittlerweile zwei provisorische Grenzzäune. Foto: dpa/Felix Kästle

Konstanz - Die Städtenachbarn Konstanz und Kreuzlingen fordern eine baldige Öffnung der Grenze am Bodensee. In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Konstanzer Landrat Zeno Danner weisen der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt und der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger auf das Schicksal von Familien und Paaren hin, die beiderseits der Grenze wohnen und anders als Berufspendler seit dem 16. März nicht mehr über die Grenze dürfen. Dies sei eine Belastung. Neben wirtschaftlichen Interessen müsse auch die menschliche Dimension Berücksichtigung finden. Dies habe man auch gegenüber dem Innenminister Thomas Strobl (CDU) deutlich gemacht.

Der Kreuzlinger Stadtrat wandte sich derweil an die zuständige Bundesrätin in Bern, Karin Keller-Sutter. „Wir haben sie gebeten, Maßnahmen zu prüfen, um die Situation in unserer Grenzstadt zu entschärfen“, erklärte Niederberger.

Die Konstanzer Landtagsabgeordnete Nese Erekli (Grüne) bat Strobl darum, Ausnahmeregelungen für Paare und Familien zu prüfen. Auch der doppelte Grenzzaun, den die Schweiz provisorisch aufgestellt hat, um Liebespaare auf Distanz zu halten, solle möglichst schnell wieder abgebaut werden.

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