Deutschland gegen Frankreich bei der EM 2021 „Für Mats war es schwer, den Ball zu klären“

Bundestrainer Joachim Löw sprach von einem „brutal intensiven“ Spiel. Foto: AFP/MATTHIAS HANGST 12 Bilder
Bundestrainer Joachim Löw sprach von einem „brutal intensiven“ Spiel. Foto: AFP/MATTHIAS HANGST

Deutschland beginnt die Fußball-EM mit einer 0:1-Niederlage gegen Frankreich. Die Beteiligten haben sich jetzt zu der Partie geäußert. Wir haben die Stimmen gesammelt – die auch Hoffnung für die DFB-Elf machen.

Digital Unit : Sascha Maier (sma)
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München - Deutschland ist beim EM-Auftakt am Weltmeister aus Frankreich gescheitert. Die DFB-Elf konnte den Rückstand durch ein unglückliches Eigentor von Mats Hummels in der ersten Halbzeit nicht mehr aufholen. Die DFB-Elf gerät durch die 0:1-Niederlage in München unter Druck.

Lesen Sie die Einzelkritik: Das sind die Noten für die DFB-Elf gegen Frankreich

Nach der Begegnung haben sich die Akteure des Gruppenspiels geäußert. Wir tragen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Bundestrainer Joachim Löw:

„Es war ein brutal intensives Spiel. Wir haben alles in die Waagschale geworfen, haben gefightet bis zum Schluss. Ein Eigentor hat das Spiel entschieden. Wir wussten, dass Frankreich extrem gut kontert. Da konnten wir nicht alles unterbinden. Aber kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben alles reingehauen. Was uns gefehlt hat, war die Durchschlagskraft im letzten Drittel.“

Zum Eigentor sagte Löw außerdem: „Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Das ist Pech. Der Ball von außen kommt scharf. Vielleicht hätten wir den Einwurf früher verteidigen können. Aber für Mats war es schwer, den Ball zu klären.“

Toni Kroos:

„Ich glaube, dass wir relativ viel von dem umgesetzt haben, was wir wollten. Wir haben in meinen Augen ein gutes Spiel gemacht. Wir hatten Chancen, nicht weniger als die Franzosen. Am Ende hat ein unglückliches Tor entschieden. Das ist eine Aktion, die man neun von zehn Mal geklärt bekommt. Dass sie nicht 90 Minuten auszuschalten sind, war klar, aber wir haben sie relativ gut kontrolliert. Wir müssen nach vorne schauen. Wenn du das erste Spiel verlierst und drei Gruppenspiele hast, ist der Druck groß. Da muss man nicht drüber reden.

Joshua Kimmich:

„Wir haben es nicht geschafft, uns richtig Torchancen rauszuarbeiten. Frankreich war richtig stark. Das 1:0 hat denen brutal in die Karten gespielt. Wir haben es irgendwie verpasst, komplett ins Risiko zu gehen und noch mehr auf das 1:1 zu drücken. Unter dem Strich war es dann doch zu wenig.“

Didier Deschamps (Nationaltrainer Frankreich):

„Ein großes Spiel gegen einen sehr starken Gegner. Es hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können. Die drei Punkte sind nicht entscheidend, aber sehr wichtig. Dieser Sieg tut gut. Ich wusste, dass meine Spieler bereit sind, und das waren wir. Mit dem zweiten Tor wären wir auf der sicheren Seite gewesen, aber so viel gelitten haben wir auch nicht in der zweiten Halbzeit.“

Frankreichs Paul Pogba (Man of the Match):

„Es war wichtig, mit einem Sieg zu starten. Und immerhin haben wir gegen Deutschland gespielt. Sie haben uns viel Ärger gemacht heute. Aber wir wollten diesen Sieg unbedingt.“




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