Der TVB Stuttgart hat durch ein 34:26 bei Zweitligist DJK Rimpar Wölfe die zweite DHB-Pokal-Runde erfolgreich gemeistert. Unterdessen zieht es den derzeit verletzten Torjäger am Saisonende zu einem Ligarivalen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Würzburg - Am Sonntag hatten die Bundesliga-Handballer des TVB Stuttgart überraschend die Rhein-Neckar Löwen mit 35:30 geschlagen. 48 Stunden später war das Team von Trainer Roi Sanchez in der zweiten Runde um den Pokal des Deutschen Handballbundes (DHB) beim Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe gefordert – am Ende setzte sich der Favorit in der s. Oliver Arena in Würzburg souverän mit 34:26 (14:15) durch und zog ins Achtelfinale ein. Die Runde der letzten 16 wird am 14./15. Dezember ausgetragen.

Sanchez hatte bei einer Auszeit beim 16:19-Rückstand (35.) offenbar die richtigen Worte gefunden. Mit einem 6:0-Lauf drehte der TVB das Spiel, ging mit 22:19 in Führung und ließ sich das Weiterkommen nicht mehr nehmen – auch dank 17 Paraden des starken Torwarts Primoz Prost.

Beste Werfer waren Adam Lönn (7), Andri Mar Runarsson (6) und Patrick Zieker (5/2). Insgesamt trugen sich elf verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.

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Schon vor der Partie war durchgesickert, dass der derzeit verletzte Viggo Kristjansson (Strecksehnenabriss im linken Daumen) seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim TVB nicht verlängern wird. Nach Informationen unserer Redaktion hat der Torjäger bereits beim Ligarivalen SC DHfK Leipzig unterschrieben. Der Wechsel war nicht unbedingt zu erwarten, da der Isländer noch bei keiner seiner bisherigen Stationen so erfolgreich spielte, wie in Stuttgart. Im vergangenen Jahr schoss er 230 Tore (davon 89 Siebenmeter) und war fünftbester Torschütze der Handball-Bundesliga. In Leipzig spielte der 27-Jährige bereits von Sommer 2019 bis November 2019, ehe er sich der HSG Wetzlar anschloss und dort die Runde zu Ende spielte. Im Sommer 2020 erfolgte dann der Wechsel nach Stuttgart.

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Pikanterweise tritt der TVB am kommenden Sonntag (16 Uhr) beim SC DHfK Leipzig an. Kristjansson wird aber noch mindestens drei weitere Wochen ausfallen.