B 14 im Rems-Murr-Kreis Chronik eines Dauerprojekts

Von fro 

Schon in den 1970er-Jahren ist die B 14 zwischen Waiblingen und Winnenden vierspurig ausgebaut worden. Dann tat sich lange nichts. Unser Artikel mit Bildergalerie zeigt die Geschichte der Bundesstraße.

Die Ausbaugeschichte der B 14 ist für viele Bürger eine leidvoll lange. Foto:   25 Bilder
Die Ausbaugeschichte der B 14 ist für viele Bürger eine leidvoll lange. Foto:  

Backnang - Die Bundesstraße 14 ist eine der längsten Bundesstraßen Süddeutschlands. Sie führt vom Ortsrand von Stockach (Landkreis Konstanz) aus über eine Länge von 421 Kilometern bis nach Waidhaus an der tschechischen Grenze. In Stuttgart ist sie die Hauptdurchgangsstraße in West-Ost-Richtung.

Einst war die relativ gerade Fortsetzung durch Bad Cannstatt über Fellbach bis Waiblingen als B 14 ausgeschildert. Seit 1994 verläuft sie jedoch zunächst gemeinsam mit der Bundesstraße 10 am linken Neckarufer entlang. Im Rems-Murr-Kreis geht es seit Dezember 1992 auf jeweils zwei Fahrspuren um Fellbach herum durch den Kappelbergtunnel. Kurz vor Waiblingen zweigt auf einem etwa einen Kilometer langen Abschnitt die B 29 ins Remstal ab.

25 Jahre Warten auf weiteren Ausbau der Bundesstraße

Zwischen Waiblingen und Winnenden ist die B 14 schon in den 1970er-Jahren vierspurig ausgebaut worden. Freigegeben wurde die Strecke 1979. Die Ortsumgehung von Winnenden hat dann mehr als 25 Jahre auf sich warten lassen. Das erste, etwa anderthalb Kilometer lange Teilstück über die Zipfelbachbrücke bis zur Anschlussstelle Winnenden-Mitte wurde Ende 2006 freigegeben. Weitere drei Jahre später ging es von dort knapp vier Kilometer weiter durch den Leutenbachtunnel bis zur Anschlussstelle Nellmersbach.

Direkt im Anschluss begannen Rodungsarbeiten, doch der weitere Ausbau wurde wegen gekürzter Mittel für den Fernstraßenbau zurückgestellt. 2010 hieß es, dass 2011 doch mit dem Weiterbau begonnen werden solle – allerdings zunächst ohne den für den an der Kreuzung Waldrems geplanten Tunnel. Freigegeben wurden die Mittel – zehn Millionen Euro für den Abschnitt bis Waldrems – indes erst im Sommer 2015. Ein knappes halbes Jahr später kam die überraschende Botschaft, das der komplette Ausbau bis Backnang-West finanziert werde – für insgesamt rund 140 Millionen Euro.

Erstmals Engpässe bei Planung des B-14-Ausbaus

Während der Fortgang bis dahin immer wieder an der Finanzierung gescheitert war, traten jetzt erstmals Engpässe in der Planung und Vergabe auf. Im Juni 2016 wurde der symbolische Spatenstich für den weiteren Ausbau von Nellmersbach bis zur Kreuzung Waldrems gesetzt, die Fertigstellung, die eigentlich auf Ende 2017 angekündigt worden war, wurde aus verschiedenen Gründen immer wieder verschoben. Seit Mitte November 2018 geht es nun auf jeweils zwei Fahrstreifen nach und von Waldrems, die neu angelegte Abbiegespur ins dortige Gewerbegebiet ist (Stand 8. Januar 2019) noch immer nicht freigegeben.

Während man ursprünglich geplant hatte, den vierspurigen Ausbau unmittelbar fortzuführen, hat sich das als nicht realisierbar herausgestellt. Bei Probebohrungen ist man laut dem Regierungspräsidium Stuttgart, das die Maßnahme im Auftrag des Bundes koordiniert, auf schwierige Grundwasserverhältnisse gestoßen, die eine Neuplanung erfordern.

Zeitlich etwas vorgezogen werden soll deshalb der eigentlich letzte Abschnitt im Westen von Backnang. Dort ist nach dem Abriss des bestehenden Bauwerks, mit dem die Murr überquert wurde, zwar bereits 2011 eine neue Brücke errichtet worden. Um vier Fahrstreifen bieten zu können, muss parallel indes noch ein zweites Murrtalviadukt gebaut werden.




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