Die Gärtringer Führungsmannschaft wechselt Schlachthof hat neuen Vorstand

Der Schlachthof braucht etwa vier Millionen Euro Investitionen,  um  wieder dem Tierwohl gerecht zu werden. Foto: dpa/Christoph Schmidt
Der Schlachthof braucht etwa vier Millionen Euro Investitionen, um wieder dem Tierwohl gerecht zu werden. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Das Ziel der neuen Führungsriege ist es jetzt, den Schlachtbetrieb in Gärtringen möglichst bald wieder zu öffnen. Der Betrieb war geschlossen worden, nachdem Tierschützer Misshandlungen an Tieren dokumentierten.

Gärtringen - Mit einer neuen Führungsriege präsentiert sich der Schlachthof Gärtringen. Wie das Landratsamt Böblingen mitteilt, bilden jetzt Josef Hecht, Daniel Burgmayer und Renate Blum den neuen Vorstand der Schlachthof-Genossenschaft. Wilhelm Dengler stehe als Vorsitzender auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung und sei, wie bereits seit zwei Jahren geplant, jetzt ausgeschieden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der neue Vorstandssprecher ist Josef Hecht, der auch Geschäftsführer der Fleischer-Innungen in Böblingen und in Ludwigsburg ist. Er bildet eine Doppelspitze mit dem Agraringenieur Daniel Burgmayer. Weiteres Vorstandsmitglied ist Renate Blum, die als Geschäftsführerin der Metzgerei Glasbrenner in Waldenbuch gemeinsam mit ihrem Bruder tätig ist.

Die vordringlichste Aufgabe des neuen Vorstands wird es sein, den Schlachthof umzubauen, damit er, wie geplant Mitte des Jahres wieder öffnen kann. Das kommentiert Josef Hecht so: „Die Genossenschaft befindet sich in einer schwierigen Phase – der Betrieb ist geschlossen, die Mitglieder mussten kurzfristig Ausweichmöglichkeiten organisieren. Hinzu kommt die Notwendigkeit, hohe Summen in den Schlachthof zu investieren. Gleichzeitig wollen wir den hohen Ansprüchen an das Tierwohl gerecht werden und die Erwartungen der Verbraucher an Regionalität erfüllen. Wir stellen uns dieser Herausforderung und zählen auf jede Unterstützung, um den Ruf des Schlachthofes wiederherzustellen.“

Der Schlachthof in Gärtringen war in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Soko Tierschutz mit einer versteckten Kamera Misshandlungen von Tieren dokumentiert und Fehler bei der Betäubung festgestellt hatte. Deswegen und wegen verschiedener anderer baulicher Mängel hatte der Böblinger Landrat Roland Bernhard den Schlachthof geschlossen, entgegen dem Willen des Landwirtschaftsministers Peter Hauk (CDU).




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