Die zehn größten Spiele des VfB Stuttgart Als Mario Gomez den Meister abschoss

Von Tobias Weißert 

In unserer Serie zeigen wir Ihnen die zehn größten, schönsten, emotionalsten, aber auch wichtigsten Spiele des VfB Stuttgart. Heute: Mario Gomez trifft im Mai 2009 viermal gegen den späteren Meister VfL Wolfsburg.

Mario Gomez steht beim 4:1-Sieg des VfB gegen Wolfsburg im Fokus. Foto: aumann 10 Bilder
Mario Gomez steht beim 4:1-Sieg des VfB gegen Wolfsburg im Fokus. Foto: aumann

Stuttgart - Die Spielpaarung VfB Stuttgart gegen VfL Wolfsburg wäre heutzutage sicherlich kein Straßenfeger mehr. 2009 jedoch, in dem Jahr, in dem die Wölfe die Meisterschaft gewannen, war das eines der absoluten Topspiele. Lediglich zwei Punkte trennten den Tabellenersten aus Niedersachsen und den Vierten aus Stuttgart. Und das Spitzenspiel wurde seinem Namen gerecht. Mit von der Partie war im Übrigen auch ein gewisser Christian Gentner. Der damals 24-Jährige lief jedoch zu dieser Zeit für den VfL Wolfsburg auf.

Den deutlich besseren Auftakt erwischten die Hausherren vor ausverkauftem Haus und bei strahlendem Sonnenschein. Roberto Hilbert spielte per Hackentrick Christian Träsch an. Der Rechtsverteidiger flankte von der rechten Seite in die Mitte. Gomez sprang hoch und köpfte aus elf Metern in den linken Winkel ein – gerade einmal 28 Sekunden waren da gespielt. Und der spätere Wolfsburger legte seinen 21. Saisontreffer gleich nach. Zwischenzeitlich hatten die Wölfe auf 2:1 durch Edin Dzeko verkürzt.

Doch im zweiten Durchgang machten die Stuttgarter, und insbesondere Gomez, so weiter wie sie aufgehört hatten. Nach einer guten Stunde fiel also bereits das 3:1 gegen den Tabellenführer. Der VfL bewies zwar Moral, blieb in seinen Offensivaktionen aber ohne Esprit und Durchschlagskraft. Gomez hingegen war immer noch nicht fertig, und netzte in der 76. Minute sogar noch zum vierten Mal ein. Martin Lanig hatte links am Strafraum gegen Zaccardo viel zu viel Platz gehabt und in die Mitte geflankt. Gomez köpfte gegen die Laufrichtung Diego Benaglios überlegt ins linke Eck ein. Damit holte Gomez den Goalgetter Grafite ein, der am Ende jedoch die Torjägerkanone verliehen bekam.

Der Mann des Tages durfte begleitet von großem Applaus vorzeitig duschen – Ciprian Marica kam für Gomez. Und der Rumäne hatte das fünfte Tor der Schwaben auf dem Fuß, traf aber nur die Latte. So blieb es letztlich beim 4:1. Noch im Hinspiel hatten die Schwaben am Mittellandkanal dasselbe Ergebnis kassiert – im Rückspiel folgte die Revanche.

Aufstellung:

VfB Stuttgart: Lehmann – Träsch, Boulahrouz, Niedermeier, Magnin, Khedira (83. Simak), Hitzlsperger, Hilbert, Gebhart (46. Lanig), Gomez (79. Marica), Cacau.

VfL Wolfsburg: Benaglio – Pekarik (73. Okubo), Simunek, Barzagli, Schäfer, Josue, Riether (39. Zaccardo), Gentner, Misimovic (37. Dejagah), Grafite, Dzeko.

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Lesen Sie hier den 2. Teil der Serie: Als Guido Buchwald den VfB zum Titel köpfte

Lesen Sie hier den 3. Teil der Serie: Als Krassimir Balakov den VfB vor dem Abstieg rettete

Lesen Sie hier den 4. Teil der Serie: Der VfB schlägt ManU mit Cristiano Ronaldo

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