DRF Luftrettung Ein neuer Hubschrauber für Stuttgart

Von Florian Hörlein 

Rund 1100 Einsätze fliegt die Besatzung von „Christopher 51“ im Jahr. Und seit diesem Freitag mit einem neuen Helikopter. Dessen Anschaffung wird als Quantensprung gelobt.

Die Crew der DRF Luftrettung an ihrem neuen Arbeitsplatz Foto: Lg/Oliver Willikonsky
Die Crew der DRF Luftrettung an ihrem neuen Arbeitsplatz Foto: Lg/Oliver Willikonsky

Stuttgart - Die Luftrettung im Raum Stuttgart bekommt ein modernes Fluggerät. Seit Freitag fliegt die Besatzung von „Christoph 51“, stationiert in Kornwestheim, mit einem neuen und leistungsfähigerem Hubschraubermodell ihre Einsätze. Der Helikopter vom Typ EC 145 hat eine Reichweite von bis zu 700 Kilometer und bietet dem Team mehr Raum zur Versorgung von Patienten. Zum Vergleich: Das vorherige Modell hatte lediglich eine Reichweite von 600 Kilometern.

Neues Modell bietet viele Vorteile

„Der neue Typ ist außerdem für die Besatzung deutlich sicherer“, sagt Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. Das bestätigt auch der Stationsleiter und Pilot des Standorts Stuttgart, Thomas Roth: „Die technische Ausstattung der neuen Maschine ist ein Quantensprung für uns. Das Cockpit und seine Möglichkeiten bringen mir große Erleichterungen und dadurch der Besatzung mehr Sicherheit.“ Außer dieser Neuerung bietet der Hubschrauber auch in medizinischer Hinsicht neue Möglichkeiten. „Die Ausstattung ähnelt zwar der des Vorgängermodells“, sagt Jürgen Henker, leitender Notfallsanitäter der Station Stuttgart, „aber es gibt deutlich mehr Platz. So können wir den Patienten besser behandeln.“ Der leitende Arzt der Station, Gregor Lichy, pflichtet ihm bei: „Die Ergonomie im Inneren bietet für uns natürlich vielfältige Optionen. Auf der neuen Trage zum Beispiel können auch schwere Patienten mit einem Gewicht von bis zu 140 Kilo transportiert werden.“

DRF Luftrettung wechselt deutschlandweit Standorten das Modell

Angeschafft wurde die neue Maschine im Rahmen einer bundesweiten Maßnahme. Die DRF Luftrettung erneuert zurzeit an vielen der 29 Standorten im Bundesgebiet die Rettungshubschrauber. „Dass wir an jeder Station eine neue Generation brauchen, ist alle 15 bis 20 Jahre nötig“, sagt Peter Huber. Normalerweise wird der Rumpf der Maschinen beibehalten, die einzelnen Bauteile aber immer wieder gewartet und ausgetauscht.

Der Stuttgarter Helikopter hat acht Millionen Euro gekostet, gezahlt wird das zunächst von der DRF und ihrem Förderverein. Über die Jahre refinanziert sich der Betrag aber durch die Krankenkassen. Eingesetzt wird „Christopher 51“ vor allem für Intensivtransporte.

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