Elektromobilität Northvolt: Europa braucht 15 Fabriken für E-Auto-Batterien

Der Bedarf an Batteriezellen wird steigen, sagt der schwedische Hersteller Northvolt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa
Der Bedarf an Batteriezellen wird steigen, sagt der schwedische Hersteller Northvolt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Viele Autobauer wollen künftig auf E-Autos setzen. Das wird sich auch auf die Nachfrage nach Batteriezellen auswirken, sagt der Hersteller Northvolt - und erwartet einen Produktionsausbau in Europa.

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Stockholm - Der schwedische Batteriehersteller Northvolt erwartet durch den Boom bei E-Autos einen immens wachsenden Bedarf an Batteriezellen.

"Ich denke, bis 2030 werden wir möglicherweise eine Gesamtkapazität von 3000 Gigawattstunden weltweit benötigen. Allein in Europa könnten dann mehr als 800, vielleicht 1000 Gigawattstunden notwendig sein", sagte Firmenchef Peter Carlsson der Branchenzeitung "Automobilwoche". "Das heißt, wir brauchen 15, vielleicht 20 wirklich große Fabriken in Europa."

Dafür müsse eine Menge Geld investiert werden, fügte Carlsson hinzu. Der Aufbau einer Produktion für Autobatterien mit einer elektrischen Gesamtenergie von einer Gigawattstunde koste heute rund 100 Millionen US-Dollar. "Wenn man das auf 1000 Gigawattstunden hochrechnet, sind das richtige große Investitionen."

In der jüngsten Finanzierungsrunde habe sich Northvolt 2,75 Milliarden US-Dollar beschafft. "Das gibt uns die Feuerkraft, unsere Pläne umzusetzen", sagte Carlsson. Ende des Jahres will Northvolt die Produktion der ersten acht Gigawattstunden in Betrieb nehmen, nächstes Jahr sollen dann weitere acht Gigawattstunden folgen. "Es wird dann zwölf bis 18 Monate dauern, um das voll hochzufahren." Bis Anfang 2025 soll die Produktion auf 60 Gigawattstunden erhöht werden, genug für 800.000 bis eine Millionen Fahrzeuge.

© dpa-infocom, dpa:210723-99-494498/4

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