EM im Kreis Ludwigsburg Wo ist das Deutschlandspiel öffentlich zu sehen?

Im Ludwigsburger Uferstüble dürfen bis zu 600 Leute das Deutschlandspiel schauen. Foto: Simon Granville
Im Ludwigsburger Uferstüble dürfen bis zu 600 Leute das Deutschlandspiel schauen. Foto: Simon Granville

In einigen Biergärten im Kreis wird der deutsche EM-Auftakt gegen Frankreich live übertragen – in Kornwestheim sogar mit Open-Air-Kino.

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Ludwigsburg/Marbach/Kornwestheim - Fußballfans können das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich am heutigen 15. Juni um 21 Uhr nicht nur im heimischen Wohnzimmer schauen. Die Corona-Regeln lassen Übertragungen in der Gastronomie und sogar richtige Public-Viewing-Veranstaltungen mit Open-Air-Kino zu.

„Wie im Kino“ soll es im Kornwestheimer Hirschgarten zugehen, erzählt der Inhaber Mitko Pelovski. Ein großer Fernseher ist im Biergarten aufgebaut, die Tische und Stühle stehen darauf ausgerichtet. Auch im zugehörigen Irish Pub auf der anderen Straßenseite werden die Spiele der Europameisterschaft übertragen. So will der Wirt gewährleisten, dass ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, zumal wegen der Abstandsregeln im Biergarten derzeit gerade einmal halb so viele Gäste Platz haben.

Auch ein paar Kneipen in Kornwestheim übertragen das Spiel. Der Betreiber des „Zum Brünnle“, Marcel Demirok, will auf jeden Fall im Außenbereich eine Übertragung anbieten. „Ich habe mir aber noch keine Gedanken gemacht, weil bis vor wenigen Tagen noch nicht absehbar war, ob wir abends um neun überhaupt noch offen haben“, sagt er.

„Richtiges“ Public Viewing gibt es in Ludwigsburg noch nicht

Bei der Stadt Ludwigsburg ging bisher nur ein Antrag auf eine Public-Viewing-Veranstaltung ein, der zurzeit noch geprüft wird. Heinz Mayer, Leiter des Ordnungsamtes, erklärt aber: „Solange in der Gastronomie das Essen im Vordergrund steht und die üblichen Corona-Regeln eingehalten werden, ist es kein Problem, wenn dort Fernseher zur Übertragung aufgestellt werden.“ Das sei nicht genehmigungspflichtig.

Von dieser Möglichkeit machen einige Ludwigsburger Wirte Gebrauch. So teilt Andreas Rothacker mit, man zeige das Spiel im Rossknecht am Reithausplatz auf einem Fernseher sowie im Frida y Diego – das ehemalige Rossknecht im Sudhaus – auf einer Großbildleinwand. Im Uferstüble in Ludwigsburg-Hoheneck gibt es ebenfalls Pläne: Das Telefon stand hier in den vergangenen Tagen kaum still, viele Fußballfans wollten wissen, ob es wieder die Möglichkeit gibt, die Deutschlandspiele im Garten unweit des Neckars zu sehen.

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Reservierungen für seinen Biergarten nimmt der Wirt Orhan Özbagci allerdings nicht an. Einen ähnlichen Ansturm wie bei den vergangenen Turnieren will er vermeiden und sicherstellen, dass es in seinem Biergarten gesittet zugeht. Gemeinsam mit seiner Frau Silke hat er sich deshalb gegen ein Public Viewing entschieden. Die EM-Spiele werden lediglich auf einem größeren Fernseher übertragen, mehr als 600 Besucher kommen derzeit ohnehin nicht rein. „Und wenn der Garten voll ist, dann müssen wir die Leute eben wieder wegschicken“, sagt Özbagci.

Nicht alle übertragen das Spiel

Im Blauen Engel in der Ludwigsburger Innenstadt hat das Team ein paar mehr TV-Geräte für Fußballinteressierte aufgestellt, auf vier größeren Bildschirmen werden die Spiele gezeigt – die mit deutscher Beteiligung auch mit Ton. „Eigentlich ändert sich nichts am alltäglichen Konzept, nur, dass wir die Fernseher haben“, sagt Fabian Lippe. Im Blauen Engel gilt dasselbe wie im Uferstüble: Sind die etwa 160 Plätze belegt, darf niemand mehr rein.

Im Sportcafé Markthalle Ludwigsburg bleibt es dagegen still, hier geht der Betrieb ohnehin erst Anfang August wieder los. Das Bootshaus in Marbach ist zwar offen, das Spiel wird aber nicht übertragen. „Der Aufwand ist für uns momentan zu groß“, erklärt Christof Cherakis vom Bootshaus die Entscheidung.

Die Polizei will die Fans überwachen

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg kündigte bereits an, die stattfindenden Veranstaltungen auf den Gesundheitsschutz hin zu überwachen. Außerdem plant die Polizei verkehrslenkende Maßnahmen und Absperrungen im Zusammenhang mit zu erwartenden Autokorsos. „Wir wollen den Fußballfans dabei möglichst viele Freiheiten lassen, werden aber dort einschreiten, wo es zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist,“ so der Polizeipräsident Burkhard Metzger. „Gravierende Ordnungsstörungen, Auseinandersetzungen zwischen Fangruppierungen und andere strafbare Handlungen sprengen diesen Freiheitsrahmen eindeutig und werden konsequent verfolgt.“

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Die Polizei appelliert daher an das Verantwortungsbewusstsein und die Vernunft aller Fans, damit die Fußball-Europameisterschaft für alle zu einem ungetrübten Erlebnis werden kann.




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