Entgegen des Wunsches des VfB Stuttgart Keine Trainings-Einheit in den Profiligen

Von Dirk Preiß 

Die einen sind schon wieder auf dem Trainingsplatz, die anderen schuften noch daheim im Wohnzimmer. Die DFL verzichtete am Dienstag auf die Einführung einer einheitlichen Regelung – das passt dem VfB Stuttgart gar nicht.

Solche Trainingsbilder gibt es beim VfB Stuttgart vorerst nicht zu sehen. Foto: Baumann
Solche Trainingsbilder gibt es beim VfB Stuttgart vorerst nicht zu sehen. Foto: Baumann

Stuttgart - Die Chancengleichheit sieht Christian Seifert, der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL) noch nicht in Gefahr. Auch deshalb gab es am Dienstag in der Videokonferenz der 36 Vereine der ersten und zweiten Liga mit den Vertretern der Dachorganisation auch keine einheitliche Regelung. Dabei hatten sich eine solche einige Vereine gewünscht.

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„Im Moment werden die Verordnungen noch unterschiedlich interpretiert. Aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit wäre ein klare, einheitliche Regelung für den Trainingsbetrieb absolut sinnvoll“, sagt auch noch nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung etwa Thomas Hitzlsperger. Der Vorstandschef des VfB Stuttgart ist mit seinem Team derzeit zum Einzeltraining verpflichtet. In Stuttgart ist bis 19. April die Nutzung von Sportstätten untersagt. Auch danach ist – aktuell bis 15. Juni – kein reguläres Mannschaftstraining mit dem kompletten Team möglich. Letztere Verordnung kann, je nach Lage, aber abgeändert werden.

Möglichkeiten werden immer wieder geprüft

„Unsere Pflicht ist es, auf Basis der Einschätzungen von DFL und Politik die Möglichkeiten für Trainings- und Spielbetrieb zu prüfen“, sagt Hitzlsperger daher und strebt wie alle anderen Vereinsverantwortlichen eine zügige Rückkehr der Profis auf den Rasen an. Training, so sagt es Christian Seifert, gehöre schließlich zu deren Beruf.

Der DFL-Chef hat sich mit den Clubs lediglich darauf verständigt, dass bis zum 5. April an keinem Standort Mannschaftstraining stattfinden darf. Dies bedeute zwar nicht, dass dies danach möglich sei. Aber dann muss oder kann jeder Verein mit den jeweils verantwortlichen Behörden nach einer Lösung suchen.

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Zuletzt hatten der FC Augsburg, der VfL Wolfsburg und auch Borussia Dortmund zumindest in kleinen Gruppen und zeitversetzt das Training auf dem Rasen wieder aufgenommen. Einige Vereine witterten mit Blick auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs eine Wettbewerbsverzerrung.