Erste Hilfe Ratgeber Regeln für Ersthelfer bei einem Unfall

Von Pia Seitler 

Erste Hilfe zu leisten ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine rechtliche Pflicht. Wer bei einem Unfall mit Verletzten einfach weiterfährt und nicht wenigstens den Notruf wählt, macht sich strafbar.

Viele Ersthelfer haben Angst etwas falsch zu machen, dabei ist der schlimmste Fehler gar nicht erst zu helfen. Als Ersthelfer gehe der Eigenschutz vor, sagt Susanne Geist vom DRK. Auch für Ersthelfer gelten deshalb die Regelungen: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und sich dem Unfall hinter der Leitplanke nähern.

Falls noch nicht von den Unfallbeteiligten erledigt, muss als erstes die Unfallstelle mit Warndreieck abgesichert werden. Der Notruf muss abgesetzt werden.

Verunglückte aus Gefahrenzone retten

Es kann vorkommen, dass Personen aus einem verunglückten Auto befreit werden müssen. Dabei darf die eigene Sicherheit nicht gefährdet werden. Ist der Betroffene eingeklemmt und kann nicht befreit werden, muss sofort Hilfe angefordert werden. Der Betroffene muss ständig beobachtet und betreut werden. Unter Umständen müssen lebensrettende Maßnahmen von außen geleistet werden.

Wenn ein Fahrzeug nach einem Unfall Benzin verliert, besteht akute Brandgefahr. Falls Helfer einen Feuerlöscher dabei haben, sollten sie ihn in diesem Fall bereit halten.

Wiederbelebung

Bei einem Bewusstlosen sollten Helfer sofort kontrollieren, ob der Verletzte noch atmet.

Atmet der Patient nicht, muss der Helfer schnell mit der Herz-Druck-Massage und der Beatmung beginnen. Dazu drückt er im Wechsel 30-mal auf den Brustkorb des Verletzten und beatmet ihn 2-mal über den Mund oder über die Nase.

Atmet der Patient noch, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Blutungen stoppen

Bei der Versorgung von Wunden sollten sich Ersthelfer auf stark blutende Stellen konzentrieren, so das DRK. Handschuhe zu tragen und frisches Verbandzeug sind dabei sehr wichtig.




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