Ex-VfB-Trainer Felix Magath glaubt, dass Geldstrafen für Schauspielerei auf dem Platz für mehr Fairness auf dem Platz sorgen würden. Die Höhe der Strafen solle sich an den Spielergehältern orientieren.

Würzburg - Der frühere Nationalspieler und VfB-Trainer Felix Magath hält im Kampf gegen Schauspielerei auf dem Fußballplatz Geldstrafen für wirkungsvolle Maßnahmen. „Mit Sperren wird wieder der Wettbewerb beeinflusst, bis zu Auf- und Abstieg. Mit den Einnahmen aus Geldstrafen könnte man Amateurvereine unterstützen oder Vereine, die nicht so viele TV-Gelder bekommen. Zudem würde das Spiel spürbar fairer“, meinte Magath (67) im „Kicker“-Interview (Montagausgabe).

 

Nach Einschätzung des ehemaligen Münchner und Wolfsburger Meistertrainers müssten die Geldstrafen abhängig von Liga und Gehalt sein. „In der Bundesliga müssten sie eindeutig höher sein als in der Regionalliga. Ein solches faires Modell könnte man problemlos entwickeln. Es hätte wesentlich mehr Wirkung als die jetzigen Spielsperren“, befand Magath, der mittlerweile Fußballchef von der Onlinedruckerei Flyeralarm ist, die unter anderem Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers finanziert.

Der Europameister von 1980 findet, dass die „in der Bundesliga seit Jahrzehnten zunehmende Schauspielerei, diese Fallsucht mit schmerzverzerrten Gesichtern“ kein Fußballfan auf Dauer sehen wolle. „Bei einem Körperkontakt wird heute sofort unterbrochen, die Mannschaften können sich neu formieren, dadurch wird es schwieriger, ein Offensivspiel aufzubauen. Damit hat sich das Spiel mehr zum Statischen hin entwickelt.“