Exoskelette am Flughafen Stuttgart Halb Mensch – halb Maschine

Von Ann-Kathrin Schröppel 

Mitarbeiter des Flughafen Stuttgart nutzen seit Kurzem eine neue Exoskelett-Technologie bei der täglichen Verladearbeit schwerer Gepäckstücke. Dadurch soll der menschliche Körper entlastet werden.

Stuttgart - Als erster Airport in Europa setzt der Flughafen Stuttgart Exoskelette des Modells Cray X des Augsburger Startups German Bionics bei der Gepäckverladung ein. Die Geräte unterstützen oder verstärken Bewegungen des Trägers. So benötigen die Mitarbeiter beim Heben weniger Kraft und der untere Rücken wird entlastet. „Ich arbeite seit 15 Jahren in der Gepäckverladeabteilung am Flughafen. Nach einem neun Stundentag spüre ich dank des Geräts eine deutliche Entlastung, “ sagt Sebastian Bethge, einer der vier Mitarbeiter, die das Exoskelett testen.

So funktioniert das Exoskelett

Das Cray X ist ein aktives Exoskelett, das durch Elektromotoren angetrieben wird. Dank der Unterstützung des acht Kilogramm schweren Rucksacks werden die Mitarbeiter beim Heben deutlich entlastet. „Exoskelette verteilen die Belastung auf den oberen Rücken und die Beine. Besonders empfindliche Zonen werden so vor Überlastungen geschützt. Zusätzlich verleiht das Exoskelett Stabilität bei den Bewegungen,“ erklärt der Präventiv-Mediziner Prof. Dr. Herbert Schuster.

Zunächst werden am Flughafen zwei Cray X-Exoskelette für ein Jahr getestet. Sollte der Test erfolgreich sein, würden anschließend weitere Exemplare geordert, sagte Daniel Schmidt, Verantwortlicher der Stuttgart Airport Ground Handling GmbH (SAG).

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