Fahndungsfall in Stuttgart Reizgasangriff stoppt Stadtbahn

In einer U 7 in Fahrtrichtung Hauptbahnhof und Ostfildern kam es zu einem Zwischenfall (Symboldbild). Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
In einer U 7 in Fahrtrichtung Hauptbahnhof und Ostfildern kam es zu einem Zwischenfall (Symboldbild). Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Ein unbekanntes Duo versprüht Tränengas in einer U 7 Richtung Hauptbahnhof – und lässt vier Leichtverletzte zurück.

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Stuttgart - Nach einem atemberaubenden Zwischenfall ist für Fahrgäste einer Stadtbahn der Linie U 7 die Fahrt vorzeitig zu Ende gewesen: Unbekannte haben in der Bahn auf der Fahrt Richtung Hauptbahnhof Reizgas versprüht – zurück blieben vier Leichtverletzte. Nun hofft die Polizei auf Hinweise zu einem offenbar jugendlichen Duo, das vorerst spurlos verschwunden ist.

Der Vorfall, über den die Polizei erst jetzt berichtet, spielte sich bereits am Freitag gegen 21.40 Uhr ab. Die Stadtbahn aus Neugereut war zu dieser Zeit zwischen den Haltestellen Pragsattel und Löwentorbrücke unterwegs, als zwei unbekannte Jugendliche plötzlich Reizgas versprühten und die Kartusche in der Bahn zurückließen. Als sich an der Haltestelle Löwentorstraße die Türen öffneten, rannten die beiden nach draußen und verschwanden in der Nacht.

Die Bahn stoppt, alle Fahrgäste müssen raus

Die Bahn fuhr weiter bis zur nächsten Station Pragfriedhof, während aus der Kartusche offenbar weiterhin Reizgas ausströmte. Erst dort gelang es einem Fahrgast, den Gegenstand während des Öffnens der Türen nach draußen zu kicken. „Gleichzeitig wurde über Notruf 110 die Polizei alarmiert“, sagt Polizeisprecher Allen Bühler. Der Stadtbahnfahrer setzte die Fahrt nicht fort, „alle Fahrgäste mussten aussteigen“, so Bühler. Auch Verkehrsmeister der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) eilten an den Tatort.

Vier Jugendliche klagten über Atemwegsreizungen und Husten. Womöglich waren auch weitere Fahrgäste betroffen, „die sind uns allerdings nicht bekannt“, so Bühler. Die Polizei bittet über Telefon 07 11 / 89 90 - 32 00 um Hinweise – insbesondere zu den Tätern, die wohl von den Kameras in der Bahn gefilmt wurden.

Angriff in S-Bahn inzwischen geklärt

Die beiden sollen etwa 16 bis 17 Jahre alt sein. Einer ist 1,70 bis 1,80 Meter groß, hat kurze lichte Barthaare, trug eine schwarze Jacke der Marke Alpha Industries, einen schwarzen Kapuzenpullover und eine graue Jogginghose. Sein Begleiter ist etwas größer, trug einen dunklen Parka und eine dunkle Jogginghose. Den letzten Pfefferspray-Angriff hatte es im Juli in einer S-Bahn nach Bad Cannstatt gegeben. Als Täter, der eine Schulklasse im Visier hatte, wurde später ein polizeibekannter 17-Jähriger ermittelt.




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