Familientrennungen in den USA Stuttgarter halten Mahnwache auf dem Schlossplatz

Von Madeleine Hellmann 

Auf dem Schlossplatz versammelten sich am Freitagabend mehrere Menschen zu einer Mahnwache. Die Teilnehmer wollten mit der Aktion auf die Kinder aufmerksam gemacht, die in den letzten Monaten gewaltsam von ihren Eltern an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko getrennt wurden.

Am Freitagabend fand eine Mahnwache in Zusammenhang mit der US-Grenzpolitik statt. Foto: Hellmann
Am Freitagabend fand eine Mahnwache in Zusammenhang mit der US-Grenzpolitik statt. Foto: Hellmann

Stuttgart - Die Grenzpolitik des US-Präsidenten Donald Trump, die zu vielen Trennungen bei Einwandererfamilien führte, scheint auch mehrere Menschen in Stuttgart zu bewegen: Auf dem Schlossplatz versammelten sich am Freitagabend Erwachsene und Kinder zu einer Mahnwache. Die Teilnehmer wollten mit der Aktion auf die 2.300 Kinder aufmerksam gemacht, die in den letzten Monaten gewaltsam von ihren Eltern an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko getrennt wurden.

Die Amerikanerin Ann Hesse sprach bei der Mahnwache ganz offen über ihre Regierung: „Wir müssen mehr Druck ausüben, damit sich etwas ändert. Es ist einfach furchtbar, was sie mit den Kindern machen.“ Niemand wisse bislang, wann die Familien wieder vereint werden können.

Etwa 40 Menschen nahmen an der Mahnwache in Stuttgart teil

Die Organisatoren hatten nach eigenen Angaben mit etwa zehn Teilnehmern auf dem Schlossplatz gerechnet. Letztendlich kamen viermal so viel Leute zusammen, Deutsche und Amerikaner. Eine Teilnehmerin berichtet, dass sie von ihrer Tochter aus London von der Mahnwache erfahren habe und nicht zögerte.

Trump hatte angesichts der hochschlagenden Wellen der Empörung in der Öffentlichkeit am Mittwoch in einer Kehrtwende per Dekret verfügt, dass illegal ins Land gelangten Migranten nicht mehr ihre Kinder weggenommen werden sollen. Zugleich kündigte er aber an, an seiner harten Linie gegen die illegale Einwanderung festzuhalten. Illegal über die Grenze kommende Immigranten sollen demnach weiterhin strafrechtlich verfolgt und inhaftiert werden. Haben sie Kinder bei sich, sollen diese nun zusammen mit ihnen eingesperrt werden.

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