Familienzentrum in Stuttgart-Neugereut Neues Nutzungskonzept fürs Familienzentrum

Von Iris Frey 

Der Betreiberbeirat des Stadtteil- und Familienzentrums Neugereut hat sein Nutzungskonzept angepasst und bietet jetzt den ortsansässigen Vereinen eine kostenlose Nutzung des Gruppenraums an.

Der Betreiberbeirat hat das Nutzungskonzept für das Stadtteil- und Familienzentrum verändert. Foto: Iris Frey
Der Betreiberbeirat hat das Nutzungskonzept für das Stadtteil- und Familienzentrum verändert. Foto: Iris Frey

Neugereut - Seit Juli hat das neue Stadtteil- und Familienzentrum eine Koordinatorin, die sich auch um die Raumbelegung und die Belebung des Hauses kümmert: Nadja Pauzar. Sie hat nun kürzlich im Bezirksbeirat Mühlhausen die Belegungsmöglichkeiten und das Nutzerkonzept vorgestellt und die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten, um das Haus lebendig zu gestalten und mit Veranstaltungen von und mit den Bürgern zu füllen. Im Bezirksbeirat wurde eine kostenlose Nutzung für Vereine gefordert. Ähnliche Forderungen hatte es in Bad Cannstatt beim Neustart des sanierten Kursaals gegeben, die dann nach dem Start und den ersten Erfahrungen entsprechend angepasst wurden.

Der Betreiberbeirat hat nun auch das Nutzungskonzept für das Familienzentrum verändert. Wie Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann mitteilt, sei das Betreibergremium einstimmig der Meinung gewesen, dass das FaZ (Stadtteil- und Famillienzentrum) auf einem guten Weg ist. In seiner Sitzung hat es, so Bohlmann, folgende Anpassungen beschlossen: Parteien, Vereine und Institutionen, die im Stadtbezirk ansässig sind, dürfen den Gruppenraum kostenlos zu Sitzungen nutzen. „Die Anzahl der Sitzungen muss mit der Belegungsplanung in Einklang gebracht werden“, so Bohlmann. Es wurde zudem der Einrichtung einer Kinderecke im Foyer zugestimmt. „Die Bühne soll teilweise zurückgebaut werden, damit Sie nicht den gesamten Raum im Bürgersaal einnimmt. Im Bedarfsfall kann die gesamte Bühne wieder aufgestellt werden“, teilt Bohlmann mit.

Bistro wird gut angenommen

Das Bistro sei sehr erfolgreich und werde gut angenommen, erklärt der Bezirksvorsteher. Der Wunsch nach verlängerten Öffnungszeiten des Bistros könne momentan nicht erfüllt werden, da dazu die entsprechenden Personalkapazitäten fehlten. Pauzar freut sich über weitere Bürger, die sich hier engagieren wollen. Im Bezirksbeirat hatte sie berichtet, dass es im Bistro einen regelmäßigen Mittagstisch und Kaffee und Kuchen-Angebote gebe.

Bohlmann erklärte zur Betreiberbeiratssitzung: „Es wurde betont, dass die einzelnen Gruppierungen bitte den direkten Kontakt mit Frau Pauzar suchen sollen, wenn es Abstimmungsfragen zu klären gibt. Im gemeinsamen Gespräch werden dann Lösungen für die jeweilige Problematik gefunden.“ Bis Ende des Jahres soll noch, so der Bezirksvorsteher, eine Infoveranstaltung für alle interessierten Vereine und Gruppierungen im Stadtteil von Nadja Pauzar organisiert werden, damit potenzielle Nutzer des Hauses wissen, welche Rahmenbedingungen für das Haus gelten.

Vielfältiges Angebot

Pauzar erklärte im Bezirksbeirat die Strukturen des Hauses. Sie ist für die Koordination der Räumlichkeiten und Nutzergruppen zuständig. Träger des Stadtteil- und Familienzentrums ist die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH. Und im Betreibergremium sitzen Vertreter des Stadtteil- und Familienzentrums, Vertreter der ehrenamtlichen Initiativen, der Bürgerverein Neugereut (BIN) und Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann als Vertreter der Landeshauptstadt. Auch gibt es einen Nutzerbeirat, mit Vertretern der Nutzergruppen, der sich mit dem Betreibergremium austauscht. Im Bezirksbeirat berichtete Pauzar, dass noch ein Konzept für den Raum der Stille gefunden werden müsse. In der Werkstatt im Haus werde überlegt, wieder das Repaircafe einzurichten. Der Bürgersaal werde derzeit von der Volkshochschule, Sportgruppen und dem Bürgerzeitvorsorgeverein genutzt. Es gebe Vorträge, auch von Neugereut aktiv, so Pauzar. Die Hinweise und Verbesserungsvorschläge der Bezirksbeiräte hat der Betreiberbeirat bearbeitet. Wichtig war den Bezirksbeiräten unter anderem die kostenlose Nutzungsmöglichkeit der Räumlichkeiten für Vereine. Dafür hatten sowohl SPD-Bezirksbeirätin Jana Schuster als auch CDU-Bezirksbeirat Johannes Schlichter plädiert. Auch war unter anderem die Bühne angesprochen worden, die unflexibel sei und zeitaufwendig zu verändern, respektive ab- und aufzubauen.

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