Fantasy „Otherland“: !Xabbu mit dem sechsten Sinn

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Ende der neunziger Jahre hat der US-Autor Tad Williams vier dicke Bände „Otherland“ geschrieben – und manno, das ist vielleicht spannend! Eine Reihe sehr reicher und skrupelloser Wirtschaftsbosse hat sich darin eine perfekte digitale Ersatzwelt geschaffen, in der sie nicht nur nach Gutdünken schalten und walten und ihren Gelüsten nachgehen können, sondern in denen sie auch zumindest geistige Unsterblichkeit erlangen. Das alles hat allerdings einen Preis: nämlich die Bewusstseinsenergie von Zigtausend anderen Netzsurfern, deren Sinne in dieser Parallelwelt gefangen gehalten werden, während ihre Körper in der Realität ihre verlieren. Klingt kompliziert, ist aber sehr schlau. Ich jedenfalls konnte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Die südafrikanische Unidozentin Renie kämpft sich durchs Netz, weil ihr kleiner Bruder zu besagten real krankhaft Bewusstlosen zählt. Und an ihrer Seite ist !Xabbu (das Ausrufezeichen gehört zu ihm), ein junger schwarzer Student, der mit seiner Herkunft aus uralten Buschmännerkreisen ein äußerst feines Gespür für alte Mythen besitzt. Immer dann, wenn die streng rationale Renie dem Bösen auf den Leim zu gehen droht, rettet !Xabbu sie mit seinem sechsten, siebten oder achten Sinn. Na ja, und ein bisschen ganz zaghafte Liebe ist natürlich auch mit im Spiel. Tim Schleider




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