Federal Reserve US-Notenbank erhöht Leitzins erneut

Von red/dpa 

Ihren Leitzins weiter angehoben hat die US-Notenbank Federal Reserve. Das teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit.

Erneut wurde der Leitzins durch die US-Notenbank erhöht. Foto: dpa
Erneut wurde der Leitzins durch die US-Notenbank erhöht. Foto: dpa

Washington - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins weiter angehoben. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, steige um 0,25 Punkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, teilten die Währungshüter am Mittwoch in Washington mit. An den Finanzmärkten war fest mit dieser Entscheidung gerechnet worden. Die Notenbank begründete den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr mit der guten Lage der Konjunktur und des Arbeitsmarkts.

Mit der Leitzinserhöhung steigen zunächst die Kosten für Geld, das Banken sich über Nacht untereinander leihen. Doch dadurch werden tendenziell auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer. So kann die Notenbank die brummende Konjunktur bremsen und einer möglicherweise drohenden Überhitzung der Wirtschaft entgegenwirken.

Die US-Notenbank hat den Auftrag, mit ihrer Geldpolitik die Beschäftigung zu fördern und das Preisniveau stabil zu halten. Dank des US-Wirtschaftsbooms floriert der Arbeitsmarkt, so dass die Fed Spielraum hat, ihren Kurs zu straffen. Die Erwerbslosenquote lag zuletzt bei 3,8 Prozent - so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Zugleich muss die Notenbank zunehmend aufpassen, dass die Teuerung nicht aus dem Ruder läuft. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren. Die Fed strebt eigentlich eine Rate von zwei Prozent an. Höhere Zinsen sind ein Mittel, mit dem Preisauftrieb gedämpft werden kann.

Unsere Empfehlung für Sie

 Der Daimler-Betriebsratsvorsitzende Michael Brecht will sich von dem Personalchef Wilfried Porth in der aktuellen Krise nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen. Der Vorstand trage die Verantwortung dafür, dass Daimler zu viel Personal an Bord habe und nicht die Beschäftigen. „Keiner der Männer und Frauen, die hier arbeiten, hat sich selbst eingestellt“, so Brecht im Interview.

Daimler-Betriebsratschef zum Sparprogramm „Arbeitszeitverkürzung ist ein passendes Instrument“

Der Daimler-Betriebsratsvorsitzende Michael Brecht will sich von dem Personalchef Wilfried Porth in der aktuellen Krise nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen. Der Vorstand trage die Verantwortung dafür, dass Daimler zu viel Personal an Bord habe und nicht die Beschäftigen. „Keiner der Männer und Frauen, die hier arbeiten, hat sich selbst eingestellt“, so Brecht im Interview.