Daunendecke reinigen Federbett richtig waschen - wie geht's?

Von Katrin Klingschat  

Im Herbst und Winter packen viele die warme Bettwäsche wieder aus. Oft gehört dazu ein Federbett aus Daunen. Doch was ist beim Waschen und Trocknen von Daunenbettwäsche zu beachten? Wir geben Ihnen Tipps und Tricks an die Hand.

Federbett waschen - Wie funktionierts? Foto: Erica Smit / Shutterstock
Federbett waschen - Wie funktioniert's? Foto: Erica Smit / Shutterstock

Was macht ein Federbett aus?

Obwohl es oft gleichgesetzt wird: Ein Federbett ist nicht gleich ein Daunenbett. Von einer „Daunendecke“ spricht man, wenn das Füllmaterial zu mindestens 60 Prozent aus Daunen besteht. Sind weniger Daunen enthalten, handelt es sich um ein „Federbett“.

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Daunen und Federn?

Federn sind das sichtbare Kleid von Vögeln. Daunen hingegen bilden das weiche Untergefieder, vor allem von Enten und Gänsen. Während Federn den typischen Kiel haben, waschen Daunen eher büschel-artig aus dem sogenannten Daunenkern. Sie sind sanft und fluffig und speichern hervorragend Wärme, sind aber dennoch luftdurchlässig. Federn hingegen speichern nur wenig Wärme, sorgen aber für mehr Fülle und Gewicht. Der Nachteil an ihnen: Die Federkiele stechen manchmal unangenehm durch die Hüllen von Kopfkissen und Bettdecke.

Warum sollte man Federbetten waschen?

Für die Pflege Ihres Federbetts ist es unerheblich, welche Füllung enthalten ist. Denn sowohl Federn, als auch Daunen haben im Laufe der Zeit, die Angewohnheit, zu verklumpen. Im Kopfkissen sind diese Klumpen besonders unangenehm, weil Sie den Kopf nicht mehr bequem ablegen können. In der Bettdecke sammeln sich die Klumpen oft am Fußende, sodass die wärmende Wirkung verlorengeht.

Darüber hinaus sollten Sie Federbetten natürlich auch aus hygienischen Gründen waschen. Zwar sind Daunen recht unempfindlich gegenüber Bakterien, dennoch schwitzen Sie im Schlaf und tragen Staub & Co ins Schlafzimmer. Um die Bettwäsche vor Milben, Schimmel und anderem zu schützen, empfiehlt sich deswegen die regelmäßige Reinigung.

Wie oft sollte man ein Federbett waschen?

Federbetten sollten täglich gründlich aufgeschüttelt werden, um sie zu lockern und zu lüften. Das regelmäßige Waschen von Daunendecken ist zwar wichtig, sollte aber dennoch nicht zu oft erfolgen, weil bei jedem Waschen die Gefahr besteht, dass die empfindlichen Daunen Schaden nehmen. Als Faustregel gilt:

  • Daunendecke etwa alle 3 Jahre waschen
  • Daunenkissen etwa 1 Mal pro Jahr waschen

Daunenbett waschen – aber wie?

Vor dem Waschen sollten Sie das Federbett unbedingt auf Risse und Löcher untersuchen. Nähen Sie diese Beschädigungen zu, um zu verhindern, dass Federn und Daunen während des Waschens herausfallen.

Sie haben im Prinzip drei Möglichkeiten, Ihr Federbett zu reinigen:

  1. Professionelle Reinigung
  2. Handwäsche
  3. Daunenbett in der Waschmaschine waschen

Eine professionelle Reinigung ist in der Regel mit einem höheren Kosten- und Zeitaufwand für Sie verbunden, kann sich aber lohnen, wenn Sie unsicher sind, was das Waschen des Daunenbetts angeht oder wenn Sie schlichtweg keine Zeit haben.

Die Handwäsche empfiehlt sich nur dann, wenn Ihre Waschmaschine zu klein für Ihr Daunenbett ist und Sie es nicht zur professionellen Reinigung geben können oder wollen. In diesem Fall können Sie Ihre Daunenwaren in der Badewanne mit einem Fein-, Woll- oder Daunenwaschmittel von Hand waschen.

Am einfachsten ist es vermutlich, das Federbett in der Waschmaschine zu waschen. Dafür sollte die Trommel Ihrer Waschmaschine mindestens 5 Liter fassen. Ist die Trommel zu klein, besteht die Gefahr, dass Federkiele brechen oder das Futter verklumpt.

Generell gilt: Achten Sie auf das Waschetikett Ihres Federbetts und befolgen Sie die Hinweise, die Sie dort finden. In der Regel können Sie Ihre Daunendecke oder -kissen bei 60°C im Fein- oder Wollwaschprogramm waschen. Nutzen Sie dazu Fein- oder Wollwaschmittel oder, falls verfügbar, ein spezielles Daunenwaschmittel.

Den Schleudergang vertragen Federbetten normalerweise gut – er ist sogar förderlich, weil so gleich einiges an Feuchtigkeit wieder abtransportiert wird. Auf Weichspüler und Vollwaschmittel sollten Sie hingegen verzichten. Sie können die natürliche Fettschicht der Federn und Daunen angreifen, sodass sie im Anschluss weniger weich und fluffig sind.

Federbetten trocknen: Das gibt es zu beachten

Das Trocknen von Daunendecken & Co ist häufig schwieriger als das eigentliche Waschen. Denn hier muss besonders darauf geachtet werden, dass die Füllung nicht verklumpt und dass alles richtig trocken wird, damit sich kein Schimmel bildet.

Besonders hilfreich ist deswegen ein Trockner. Geben Sie das Daunenbett bei etwa 30°C für 20 bis 30 Minuten in den Trockner. Tipp: Um das Füllmaterial aufzulockern, können Sie drei Tennis- oder spezielle Trocknerbälle mit in die Maschine geben.

Schütteln Sie das Federbett anschließend gut aus und lassen Sie es für etwa eine Stunde auf einem Wäscheständer ausgebreitet liegen. Vermeiden Sie dabei direkte Sonneneinstrahlung hängen Sie die Bettwäsche nicht auf!

Geben Sie die Daunendecke bzw. das Kissen danach erneut für ca. 30 Minuten in den Trockner und breiten Sie es danach wieder aus. Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis das Federbett komplett trocken ist. Mitunter benötigen Sie dafür drei bis vier Trockendurchgänge.

Möchten oder müssen Sie Ihr Federbett ohne Trockner trocknen, können Sie es auch bloß an die frische Luft bringen, am besten im Sommer. Aber auch hier gilt: Hängen Sie die Bettwäsche nicht auf und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Legen Sie Federdecken und -kissen am besten auf einem Wäscheständer im Schatten und wenden Sie sie regelmäßig. Der Trockenvorgang kann so mehrere Tage dauern.

Federbett nach dem Waschen verklumpt – Was tun?

Haben sich trotz aller Vorsicht und Sorgfalt nach dem Waschen bzw. Trocknen Klumpen im Federbett gebildet, gibt es eine Möglichkeit, wie Sie diese eventuell beseitigen können. Trennen Sie die Naht der Daunendecke oder des Kissens ungefähr 10 cm auf. Halten Sie einen Fön hinein und schalten ihn an. Durch die Wärme und die Verwirbelung werden die Federn wieder fluffig und Klumpen werden gelöst. Wegen der Brandgefahr sollten Sie den Fön aber nicht zu lang reinhalten oder ihn nach einer Weile auf eine kalte Stufe stellen.