Fellbach Messerangriff: Ehefrau muss in die Psychiatrie

Das Landgericht Stuttgart hat sich mit einem kuriosen Fall aus Fellbach beschäftigt. Foto: Weingand / STZN
Das Landgericht Stuttgart hat sich mit einem kuriosen Fall aus Fellbach beschäftigt. Foto: Weingand / STZN

„Möge Gott mir verzeihen“, soll die 59-Jährige ausgerufen haben, bevor sie mit einem Küchenmesser auf ihren Mann losging. Weil sie seit Jahren an einer psychischen Krankheit leidet, hat das Landgericht Stuttgart sie nun in eine Klinik eingewiesen.

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Fellbach - Das Landgericht Stuttgart hat am Donnerstag angeordnet, dass eine 59-jährige Fellbacherin in einer Psychiatrie untergebracht wird. Die Frau hatte im Juni 2017 ihren Ehemann plötzlich mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Sie leidet seit Jahren an einer psychischen Krankheit. Zwei Tage nach dem Vorfall hätte sie eigentlich aus einer psychiatrischen Behandlung entlassen werden sollen.

Vor Gericht hatte sie angegeben, sich von ihrem Mann bedroht gefühlt zu haben, weil er am Abend zuvor mit einer Fliegenklatsche aufs Sofa geschlagen hatte. Sie hatte ihrem Gatten auch vorgeworfen, sie in der Vergangenheit mehrmals gewürgt zu haben.

Die psychisch kranke Täterin kann sich an vieles nicht mehr erinnern

Dieser hatte jedoch beteuert, er habe seine Frau an jenem Morgen nur begrüßen wollen. Sie habe das Messer unter einem Kissen versteckt gehalten und ihn damit ohne Vorwarnung angegriffen. Nur durch eine rasche Reaktion erlitt er wohl keine schlimmeren Verletzungen.

Die Frau hatte den Angriff selbst für möglich gehalten und ihre Tat bereut, sie litt jedoch unter Erinnerungslücken. Laut einem Sprecher des Landgerichts wird nun in regelmäßigen Abständen überprüft, ob die 59-Jährige weiterhin in der psychiatrischen Einrichtung bleiben muss.

Lesen Sie hier unseren Bericht von der Eröffnung des Prozesses




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