Feuerwehreinsatz am Flughafen Stuttgart Gasalarm am Flughafen hat kuriose Ursache

Von Wolf-Dieter Obst 

Dämpfe einer zunächst unbekannten Flüssigkeit am Mittwoch haben einen Aufsehen erregenden Feuerwehreinsatz am Stuttgarter Flughafen ausgelöst.

Feuerwehrleute betreten in Schutzanzügen das Flughafengebäude von Terminal 3. Foto: SDMG/Kohls
Feuerwehrleute betreten in Schutzanzügen das Flughafengebäude von Terminal 3. Foto: SDMG/Kohls

Stuttgart - So riecht wohl Ammoniak, oder? Ein seltsamer Geruch und viele Gerüchte haben am Mittwoch kurz nach 9 Uhr am Stuttgarter Flughafen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte auf den Plan gerufen. An den Check-In-Schaltern im Terminal 3 lag ein stechender Geruch in der Luft, der Bereich wurde aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Eine Bedienstete und ein Besucher wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, weil sie über Übelkeit und Atemwegsreizungen klagten.

Auslöser war ein „ammoniakartiger, fauliger Geruch“, so Flughafensprecher Johannes Schumm. Die Feuerwehr fand die Ursache in einem Mülleimer: ein mit Papiertüchern umwickeltes Schminktäschchen. „Vermutlich wurde das Teil von einer Passagierin entsorgt, weil darin eine Flüssigkeit ausgelaufen war“, sagt Polizeisprecher Michael Schaal. Vorsorglich wurden daraufhin die Transportbänder der Check-In-Schalter der 300er Reihe auf mögliche Reste der Flüssigkeit untersucht – ohne Befund. Offenbar war aus Gepäckstücken nichts ausgelaufen.

Was war das für eine Flüssigkeit?

Chemische Untersuchungen der Feuerwehr ergaben, dass es sich weder um Ammoniak noch um einen akut gesundheitsgefährdenden Stoff handelte. Auch die gemessenen Luftkonzentrationen der Substanz im Terminalgebäude waren unbedenklich. „Vermutlich war es Nagellackentferner“, so Polizeisprecher Schaal. Um 11.30 Uhr wurde der Einsatz beendet. Auf den Flugverkehr hatte der Einsatz keine Auswirkungen. Betroffene Passagiere wurde an andere Schalter verwiesen.

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