Feuerwehrhaus Renningen Feuerwehr soll bis zum Herbst fertig werden

Von Kathrin Klette 

Die Sanierung hatte sich wegen Problemen beim Stahlbau um mehr als ein Jahr verzögert.

Bürgermeister Wolfgang Faißt (hinten, Mitte) führt während der Sommer-Presserunde durch die Räume der Feuerwehr. Foto: factum/Bach
Bürgermeister Wolfgang Faißt (hinten, Mitte) führt während der Sommer-Presserunde durch die Räume der Feuerwehr. Foto: factum/Bach

Renningen - Das Warten für die Feuerwehr Renningen geht noch weiter. Doch immerhin ist Land in Sicht. Die Arbeiten an ihrem Gerätehaus gehen gut voran, bis Herbst, so glaubt die Verwaltung, wird die Sanierung abgeschlossen sein. Zuvor hatte es im Bereich Stahlbau einige Probleme gegeben, die eine Kette an Verzögerungen nach sich zogen. Die Fertigstellung war ursprünglich für Sommer 2017 angesetzt. Bald wird der Funk der Gesamtwehr zudem komplett digitalisiert, wie Marcello Lallo, Leiter des Fachbereichs Bürger und Recht, mitteilt.

Nach bisherigem Stand wird der Bau wohl etwa 200 000 Euro teurer als gedacht, die Verwaltung schätzt die Baukosten auf 1,3 Millionen Euro statt der angesetzten 1,1 Millionen. Die zusätzlichen Kosten kommen aber nur zum Teil durch die Verzögerungen. Vor allem das Bauen im Bestand brachte ein paar unvorhergesehene Mehrarbeiten mit sich. 30 Prozent der Gesamtkosten übernimmt allerdings das Land.

Vieles hat sich verändert

Innen wie außen hat sich bereits viel verändert. Angefangen mit den Garagentoren, die um etwa drei Meter nach vorne versetzt wurden, damit in der Fahrzeughalle mehr Platz ist. Und dieser Platz war auch dringend nötig, um Umkleideräume für die Feuerwehr zu schaffen. Im Moment stehen die Spinde noch in der Fahrzeughalle. „Später kommen sie dann aber nach hinten in die neuen Räume, da kann man sich dann auch gefahrlos umziehen“, berichtet der Bürgermeister Wolfgang Faißt (Freie Wähler). Anders als zur Entstehungszeit des Gebäudes gibt es heute auch mehrere weibliche Feuerwehrleute, die nun einen abgetrennten Umkleidebereich bekommen.

Auch sonst sind viele Teile des Gebäudes kaum wiederzuerkennen. Manche wirken sogar mehr wie ein Neubau als wie das Ergebnis einer Sanierung, findet Wolfgang Faißt. Gerade da, wo die Räume an die neuen Maße des Gebäudes mit der vergrößerten Garage angepasst wurden. „Da kamen ganz neue Wände und neue Fenster rein.“

Umstellung auf Digitalfunk

Die Arbeiten am Gerätehaus haben im Herbst 2016 begonnen. Mit dem Umbau wird den veränderten Bedürfnissen der Feuerwehr Rechnung getragen. Seit dem Bau des Gebäudes vor mehr als 40 Jahren hat sich schließlich einiges verändert. Die Zahl der aktiven Mitglieder ist von damals 30 auf heute 80 enorm gestiegen. Zählt man die Aktiven der Abteilung Malmsheim hinzu, die bei Treffen der Gesamtwehr auch dort zusammenkommen, sind es sogar 120. Hinzu kommen mehr als 30 Mitglieder in der Jugendwehr und der Altersabteilung. Entsprechend werden auch die Sozialräume deutlich erweitert. Dass im angrenzenden Bürgerhaus seit dem Auszug der Musikschule dort zusätzliche Räume zur Verfügung stehen, entspannte die Situation bereits merklich. Sobald die Arbeiten im Feuerwehrhaus abgeschlossen sind, kann auch der Kommandant Erhard Mohr, mittlerweile hauptamtlicher feuerwehrtechnischer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Renningen, sein Büro dort beziehen.

Die nächste große Neuerung in Sachen Feuerwehr ist die Umstellung auf Digitalfunk, die jetzt anläuft. 20 000 Euro kostet die Umstellung insgesamt, inklusive der Ausrüstung. Die Veränderung erfolgt für beide Abteilungen, also für Renningen und Malmsheim. In Teilen wird diese Maßnahme gefördert, „aber nur gering“, erklärt Marcello Lallo. Pro Gerät gibt es demnach 600 Euro, insgesamt müssen zwölf angeschafft werden.




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