Feuerwerk-Verbot in Ludwigsburg Die Grünen fordern: Laser statt Böller

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Geht es nach den Grünen im Ludwigsburger Gemeinderat, begrüßt die Stadt das neue Jahr künftig umweltfreundlich. Und auch das Blühende Barock soll künftig auf Feuerwerk verzichten. Dabei geht es der Partei nicht nur ums Klima.

Ob der Lichterzauber im Blühenden Barock Bestand hat? Foto: Veranstalter
Ob der Lichterzauber im Blühenden Barock Bestand hat? Foto: Veranstalter

Ludwigsburg - Vermutlich dauert es nicht lange, und die politischen Gegner rufen „Verbotspartei“ – aber das nehmen die Ludwigsburger Grünen zum Schutz des Klimas in Kauf. Und dazu gehört für sie nun mal ein „innerstädtisches Böller-Verbot“, wie es die Deutsche Umwelthilfe (DUH) seit Jahren fordert. In einem Antrag fordern die Grünen die Stadtverwaltung nun auf, die rechtlichen Voraussetzungen für die Einrichtung von Zonen zu prüfen, in denen Feuerwerkskörper aus Schwarzpulver nicht gezündet oder abgebrannt werden dürfen.

Schlecht für die Luft

Gleichzeitig soll sie auch prüfen, ob in Ludwigsburg stattdessen an Silvester eine zentrale Licht- und Lasershow ausgerichtet werden kann. Ein solch umweltfreundliches Spektakel soll die Feuerwerke des Blühenden Barock und der Schlossfestspiele ersetzen – wenn es möglich ist. „Alle klimarelevanten Themen müssen auf den Prüfstand“, sagt Frank Handel, der Initiator des Antrags.

Nach Angaben des Bundesumweltamts werden durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern jährlich rund 4200 Tonnen Feinstaub freigesetzt – der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspreche in etwa zwei Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland. Speziell in Ludwigsburg war die Luft am vergangenen Neujahrstag besonders schlecht, die Feinstaubwerte lagen im dunkelroten Bereich.

Weniger Verletzungen und Müll

Laut Handel liegt den Grünen nicht nur die Umwelt am Herzen. Auch die zahlreichen Verletzungen durch Feuerwerkskörper, die Risiken für Tiere und den Müll und Schmutz auf den Straßen möchten sie künftig vermeiden. „Die Zeiten mit zügellosem Geböller sind so langsam vorbei“, sagt Handel.

In Stuttgart war das Böllern rund um den Schlossplatz 2019 erstmals verboten – aus Sicherheitsgründen. Heilbronn hätte aus Klimaschutzgründen gerne ein Feuerwerksverbot erlassen, konnte es aber rechtlich nicht durchsetzen. Die Feinstaubwerte im Zentrum waren eingehalten, brandempfindliche Häuser wie etwa in Tübingen gibt es dort auch nicht.




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