Filderstadt Wie soll das neue Jugendhaus aussehen?

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Der Jugendgemeinderat in Filderstadt wünscht sich ein Gebäude mit einem Café. Die Stadträte sind nun am Zug.

Das Jugendhaus Helene P. in Degerloch gilt konzeptionell als Vorbild. Foto: Roland Halbe
Das Jugendhaus Helene P. in Degerloch gilt konzeptionell als Vorbild. Foto: Roland Halbe

Filderstadt - Die Jugendlichen in Filderstadt wünschen sich ein neues Jugendhaus. Dies ist ein wesentliches Ergebnis des Jugendforums des vergangenen Jahres. Der Jugendgemeinderat hat das Projekt ebenfalls schon einige Zeit auf der Agenda.

Bereits im Mai vergangenen Jahres haben die Jugendräte zusammen mit Oberbürgermeister Christoph Traub und Verwaltungsmitarbeitern eine Fahrt zu verschiedenen Jugendhäusern unternommen, um Anregungen für den neuen Jugendtreff zu bekommen. Sie fuhren nach Leonberg, Tübingen und Esslingen. Am Freitag waren sie dann auch noch im Jugendhaus Helene P. in Degerloch sowie im L-Quadrat und im Jugendhaus Zinsholz in Ostfildern.

Am Tag darauf setzten sich die Jugendräte zusammen und erarbeiteten ein Ideenpapier, das ihr Sprecher Lucas Osterauer am Montag bei der Sitzung des Jugendgemeinderats vorstellte. Ursprünglich hatten die Jugendvertreter von einem selbstverwalteten Jugendhaus geträumt, bei dem die Besucher möglichst viel alleine entscheiden können. „Davon seid ihr aber nun offensichtlich abgekommen“, sagte OB Christoph Traub zu den Jugendräten bei der Sitzung am Montag.

Jugendhaus Helene P. als Vorbild

Der Plan des Jugendgemeinderats sieht nun die Beschäftigung von vier hauptamtlichen Sozialpädagogen vor. „Sie könnten von einem FSJler unterstützt werden“, sagte Lucas Osterauer. Das Jugendhaus Helene P. in Degerloch dient den Jugendräten dabei als Vorbild. Dort gebe es genügend Freiräume für die Besucher, so Osterauer. Die Hauptamtlichen würden vor allem als Ansprechpartner fungieren. Es gebe dort eine große Angebotsvielfalt für die Besucher. Eine solche wünsche man sich auch im neuen Filderstädter Haus.

Ziel sei es außerdem, dass der Kinder- und der Jugendbereich voneinander getrennt werden. „Anders als im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum ,Z’“, betonte Osterauer. Die Jugendlichen wünschen sich sowohl einen klassischen Werkraum für Holz- und Metallverarbeitung als auch Räume für elektrotechnische Arbeiten und für den Austausch von Informatik-Wissen. Außerdem wird ein Jugendcafé gewünscht. Dieses könnte teilweise von Schülern betrieben werden. Der Kontakt zu den weiterführenden Schulen, die nicht in Bernhausen zuhause sind, müsse verbessert werden, sagte Osterauer.

Bisher nur eine Idee

Bisher haben die Jugendräte nur ihre Anforderungen an das neue Jugendhaus zu Papier gebracht. Diese Vorstellungen sollen nun zunächst in einer Runde der Verwaltung mit den Jugendräten, dem Kreisjugendring, dem Trägerverein des Jugendzentrums „Z“ und mit den Menschen, die dort arbeiten, besprochen werden. Dann wollen die Jugendräte bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeinderat am 8. April den Stadträten ihre Ideen vorstellen. Danach sollen die Vorstellungen mit den einzelnen Fraktionen diskutiert werden.

„Von einem Konzept kann man bisher noch nicht sprechen“, sagte Oberbürgermeister Christoph Traub. Bisher sind auch alle baulichen und finanziellen Fragen noch offen. Es gibt noch keinen Standort für das neue Jugendhaus. Zu klären bleibt außerdem, wie groß der gewünschte Neubau werden soll und wieviel er letztlich kosten wird.




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