Firmen stellen sich Schülern vor „Nacht der Ausbildung“ mal online

Von Daniela Strohmaier 

Die Göppinger Wirtschaftsjunioren laden zu einer „Nacht der Ausbildung“ am heutigen Donnerstag von 15 bis 20 Uhr ein.

Ein Besuch im Betrieb wie im vergangenen Jahr  bei der Firma Speidel wird es in diesem Jahr nicht geben. Wegen Corona finden alle Kontakte online statt. Foto: Staufenpress
Ein Besuch im Betrieb wie im vergangenen Jahr bei der Firma Speidel wird es in diesem Jahr nicht geben. Wegen Corona finden alle Kontakte online statt. Foto: Staufenpress

Göppingen - Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die Wirtschaftsjunioren bieten Schülern am Freitag eine Plattform zur Berufsorientierung. Haben in den vergangenen Jahren mehrere Busse die interessierten junge Leute bei der „Nacht der Ausbildung“ von Firma zu Firma gefahren, findet das Angebot nun digital statt.

„Viele wichtige Informationsangebote sind in diesem Jahr leider ausgefallen, wodurch die Berufsorientierung für Jugendliche gelitten hat“, sagt Tim Sattler, der bei den Wirtschaftsjunioren für das Projekt verantwortlich ist. „Uns ist es aber ein großes Anliegen, den Jugendlichen eine Möglichkeit zu bieten, sich über verschiedene Unternehmen in der Region und deren Ausbildungsangebote informieren zu können. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die ‚Nacht der Ausbildung‘ nicht abzusagen, sondern in digitale Form zu bringen.“

Mitarbeiter zum Chat bereit

Die Teilnahme funktioniert unkompliziert über einen Button auf der Website der Veranstaltung, der zu einer browserbasierten Plattform führt. Dort stellen sich in virtuellen Räumen 28 Unternehmen aus verschiedenen Branchen vor und präsentieren ihre Ausbildungsberufe und Dualen Studiengänge. Dabei erwartet die Jugendlichen eine Fülle von teils interaktiven Möglichkeiten, um die Unternehmen näher kennenzulernen – darunter Videos und Präsentationen sowie persönliche Chats und Sprach­kanäle. Über diese können die Mitarbeiter der Firmen direkt kontaktiert und Fragen gestellt werden.

„Unser Ziel ist, den interessierten Jugendlichen einen möglichst realen Einblick in die Unternehmen zu bieten“, erklärt Eva Geiselmann, Vorstandsmitglied bei den Wirtschaftsjunioren. Ein weiterer Vorteil: Indem das Projekt in die Digitalität überführt wird, können sich die Teilnehmer frei zwischen den virtuellen Räumen bewegen. Sie sind damit nicht mehr darauf angewiesen, von Firma zu Firma gebracht zu werden. Dadurch können sie sogar noch Berufszweige kennenlernen. „Damit die Schüler nicht den Überblick verlieren, sind jederzeit Mitglieder der Wirtschaftsjunioren online, die zu den einzelnen Ausbildungsbereichen beraten und technische Hilfestellung geben“, so Eva Geiselmann.

Auch die IHK ist dabei

Auch Karin Barthel, Ausbildungsberaterin bei der IHK-Bezirkskammer Göppingen, ist von dem Konzept der „Nacht der Ausbildung“ überzeugt. „1600 teilnehmende Jugendliche im letzten Jahr beweisen, dass es hier ein echtes Bedürfnis gibt. Auch viele Unternehmen haben ein großes Interesse, da Ausbildungsplätze immer öfter unbesetzt bleiben. Die IHK vermittelt zwischen Jugendlichen, die eine Ausbildung suchen und Unternehmen, die noch freie Plätze haben. Aus diesem Grund sind wir ebenfalls mit einem virtuellen Raum bei der ‚Nacht der Ausbildung‘ ­vertreten – um zu beraten und unsere eigenen Angebote vorzu­stellen.“




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