Flutkatastrophe Noch immer Hunderte Vermisste

In den Krisengebieten wird noch immer nach Vermissten gesucht. Das gestaltet sich teilweise schwierig – wie hier in der Stadt Sinzig in Rheinland-Pfalz. Foto: dpa/Thomas Frey
In den Krisengebieten wird noch immer nach Vermissten gesucht. Das gestaltet sich teilweise schwierig – wie hier in der Stadt Sinzig in Rheinland-Pfalz. Foto: dpa/Thomas Frey

Bei der Suche in den Krisengebieten sind Spürhunde und Spezialkräfte der Bundeswehr im Einsatz.

Volontäre: David Scheu (dsc)
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Köln - Knapp eine Woche nach den Überschwemmungen im Westen Deutschlands werden in den Krisengebieten noch immer Hunderte Menschen vermisst. In Nordrhein-Westfalen lag die Zahl laut Polizeiangaben am Montagnachmittag bei 167 Personen, die sich auf den Rhein-Sieg-Kreis (91), den Kreis Euskirchen (44), den Rhein-Erft-Kreis (29) sowie den Kreis Bonn (drei) verteilen. Mehr als 700 Vermisste aus diesen Kreisen hat die Polizei inzwischen telefonisch erreicht, in den meisten Fällen auf dem Handy außerhalb des Krisengebiets.

Mehrere Gebäude dürfen noch nicht betreten werden

Darüber hinaus wird die Suche auch vor Ort fortgesetzt – unter anderem mit speziell ausgebildeten Suchhunden und Spezialkräften der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks. „Hier geht es aber eher um das Bergen und weniger um das Retten, so ehrlich muss man nach mehreren Tagen sein“, sagt Max Wilmes von der Pressestelle der Polizei Köln. Einen Zeitraum bis zum Abschluss der Suche könne er nicht nennen: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, sind aber auch von den örtlichen Gegebenheiten abhängig.“ Teile des Telefonnetzes sind noch immer nicht vollständig wiederhergestellt, zudem dürfen mehrere einsturzgefährdete Gebäude nicht betreten werden. „Wir werden aber in jedem Fall erst dann aufhören, wenn alle eingegangenen Vermisstenmeldungen abgearbeitet sind“, sagt Wilmes.

Unübersichtliche Lage in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz will die Polizei indessen noch keine Zahlen zu den gefundenen und noch vermissten Personen nennen. „Die Lage ist noch immer unübersichtlich“, sagt Verena Scheuer, die Sprecherin der Polizei Koblenz. Insbesondere komme es bei der Meldung Gefundener immer wieder zu Mehrfachnennungen ein und derselben Person – etwa durch Angehörige und den Arbeitgeber. Hier sei man gerade dabei, die Daten abzugleichen.




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