Formel 1 Das muss man zum Großen Preis von Saudi-Arabien wissen

Ein Mitarbeiter hängt Flaggen an der Rennstrecke des Corniche Circuit auf: Die Formel 1 gastiert erstmals in Saudi-Arabien. Foto: Amr Nabil/AP/dpa Foto: dpa
Ein Mitarbeiter hängt Flaggen an der Rennstrecke des Corniche Circuit auf: Die Formel 1 gastiert erstmals in Saudi-Arabien. Foto: Amr Nabil/AP/dpa

Die Formel 1 feiert in Saudi-Arabien Premiere. Auch Max Verstappen könnte beim Grand Prix in der Hafenstadt Dschidda erstmals über etwas ganz Spezielles jubeln. Lewis Hamilton will sich wehren.

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Dschidda - Der Druck auf Lewis Hamilton ist enorm. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister stemmt sich bei der Grand-Prix-Premiere in Saudi-Arabien am Sonntag (18.30 Uhr/RTL und Sky) gegen den Verlust der WM-Krone.

Geht es jetzt um die WM?

Oh ja. Max Verstappen hat in Dschidda die erste Chance auf den vorzeitigen Titel. Die Ausgangslage für den 24-jährigen Niederländer ist bei acht Punkten Vorsprung auf Lewis Hamilton klar: Er muss selber mindestens Zweiter werden, um vielleicht schon beim vorletzten Rennen der Saison erstmals Weltmeister werden zu können. Nach den beiden Siegen von Mercedes-Verfolger Hamilton bei den letzten beiden Grand Prix sagte Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko: "Dann müssen wir es in Dschidda machen, auch wenn dort alles gegen uns spricht." Die langen Vollgaspassagen und die schnellen Kurven sollten tatsächlich Mercedes eher liegen. "Das Auto hat sich in letzter Zeit gut entwickelt und ist wahrscheinlich so gut wie noch nie in dieser Saison", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff und bescheinigte seinem Rennstall "ein starkes Momentum".

Was ist an diesem Grand Prix so besonders?

Die Formel 1 macht erstmals in Saudi-Arabien Station. Dschidda liegt westlich von Mekka, an der Küste zum Roten Meer. Der Kurs ist der 75. Gastgeber eines Formel-1-Rennens und der vierte im Nahen Osten nach Abu Dhabi, Bahrain und Katar. Der Dschidda Corniche Circuit ist zudem der zweitlängste des Rennkalenders und gehört den Simulationen zufolge schon jetzt zu den schnellsten. Viele Passagen sind eng und erlauben entlang der Mauern keine Fehler - Safety-Car-Phasen drohen. "Ein neuer Kurs ist für so manche Überraschung gut. Man weiß nie, was passiert", meinte Alpine-Pilot Fernando Alonso über das mit Spannung erwartete Nachtrennen. Die Ansetzung bedeutet auch, dass nur das zweite Training am Freitag und die Qualifikation am Samstag nach dem Sonnenuntergang die Rennbedingungen widerspiegeln können.

Worum geht es noch?

Mercedes könnte in Saudi-Arabien zum achten Mal nacheinander die Konstrukteurs-WM gewinnen - das ist noch keinem Rennstall gelungen. Ferrari ist in dieser Kategorie mit 16 WM-Titeln insgesamt einsame Spitze. Aktuell liegt Mercedes gerade mal fünf Punkte vor Red Bull. Insgesamt 88 Zähler sind in den letzten beiden Grand Prix noch zu holen. Dahinter kämpfen Ferrari und McLaren um den dritten Platz, der höhere Prämien in Millionenhöhe bedeutet. Die Scuderia liegt derzeit satte 39,5 Punkte vor den Briten. Das bedeutet, dass das Duo Charles Leclerc und Carlos Sainz für den vorzeitigen Jubel fünf Zähler mehr holen muss als Daniel Ricciardo und Lando Norris. "Ich glaube immer noch, dass wir als Team einen besseren Job gemacht haben. Ich denke, es gab mehr Rennen, in denen sie schneller waren, aber einfach mehr Fehler gemacht haben als wir. Also sollten sie auch weiter vorne sein", meinte Norris über das Duell mit Ferrari.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-220700/3

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