Französische Alpen Fünf Tote bei Absturz eines Rettungshubschraubers

Ein französischer Krankenwagen verlässt die Einsatzzentrale (Symbolbild). Foto: David Vincent/AP/dpa
Ein französischer Krankenwagen verlässt die Einsatzzentrale (Symbolbild). Foto: David Vincent/AP/dpa

Ein Rettungshubschrauber mit sechs Personen an Bord ist auf einem Übungsflug am späten Dienstagabend in den französischen Alpen verunglückt. Nur der Pilot hat den Absturz schwer verletzt überlebt.

Leben: Markus Brauer (mb)
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Bonvillrad - Beim Absturz eines Rettungshubschraubers in den französischen Alpen sind am Dienstag fünf Menschen ums Leben gekommen. Nur der Pilot habe das Unglück überlebt, sagte der Präfekt des ostfranzösischen Départements Savoie, Pascal Bolot in der Chambéry. Er sei schwer verletzt worden. 

Die Hubschrauberbesatzung war nach Polizeiangaben zu einer Höhenrettungsübung aufgebrochen. Die Gendarmerie verwies auf die schwierigen Wetterbedingungen zum Zeitpunkt des Unglücks, das sich kurz nach 19 Uhr in 1800 Metern Höhe während eines Übungsflugs nahe der 360-Einwohner-Gemeinde Bonvillard ereignete.

An Bord des Helikopters waren neben dem Piloten drei weitere Mitarbeiter der Betreiberfirma Service Aérien Français (Saf) sowie zwei Mitglieder des Bergrettungsdienstes der Polizei.

Problematische Wetterbedingungen

Der Pilot löste einen Alarm aus und konnte sich aus dem Helikopter retten. Seine Bergung sei noch im Gange und gestalte sich als sehr schwierig, erklärte Bolot am späten Abend. Die Wetterbedingungen seien wegen Nebels problematisch. Der Absturz habe sich außerdem in einem steilen Gebiet ereignet. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar.

40 Retter am Boden und drei Hubschrauber waren rund um die Unglücksstelle im Einsatz. Mehrere Bergretter erreichten das Wrack schließlich zu Fuß und begannen noch in der Nacht den schwierigen Abstieg mit dem schwer verletzten Piloten.

Macron ehrt die „französischen Helden“

„Um Leben zu retten, gehen sie alle Risiken ein“, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. „Die Unterstützung der Nation für die Familien, Freunde und Kollegen dieser französischen Helden.“ Auch Premier Jean Castex sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Sie hätten allen dieselbe Verpflichtung geteilt – Leben retten.

Die französische Luftsicherheitsbehörde BEA kündigte an, den Vorfall untersuchen zu wollen. Bei dem Hubschrauber handelte es sich um einen um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber vom Typ Airbus EC135, der oft in der Luftrettung – wie zum Beispiel der Deutschen Luftrettung DRF – zum Einsatz kommt.




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