Freibäder in Stuttgart Ist ein Sicherheitsdienst im Wartebereich nötig?

Sicherheitsleute im Bad – manchmal geht der Ärger schon am Einlass los. Foto: dpa/Paul Zinken
Sicherheitsleute im Bad – manchmal geht der Ärger schon am Einlass los. Foto: dpa/Paul Zinken

In vielen Freibädern kommt es deutschlandweit derzeit zu Rangeleien im Wartebereich. Wie sieht es in Stuttgarter Bädern aus?

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Stuttgart - Der Hitze der letzten Wochenenden trotzen viele Menschen deutschlandweit im Freibad. Auch in Stuttgart waren die Tickets für die fünf Freibäder der Stadt an den vergangen beiden Wochenenden nachmittags restlos ausverkauft, wie Jens Böhm von den Bäderbetrieben Stuttgart erzählt.

Insgesamt sind in diesem Jahr bereits 105 000 Freibadtickets über die Tresen der städtischen Bäder gewandert. Und das, obwohl die Freibäder aufgrund der Coronaverordnung nur noch eine stark begrenzte Anzahl an Gästen einlassen dürfen. In den Stuttgarter Bädern sorgt vor allem dieser Umstand für ein ruhiges Klima, wie Jens Böhm berichtet: „Dieses Jahr geht es in den Freibädern sehr friedlich, freundlich und gesittet zu. Es gab noch keine gewalttätigen Auseinandersetzungen wie noch vor zwei Jahren.“

Aber nicht in allen Freibädern in Deutschland sorgen die pandemiebedingten Einlassbeschränkungen für einen so ruhigen Sommer. In einem Freibad in Bayreuth kam es laut „Bayreuther Tagblatt“ vergangene Woche zu Rangeleien in der Warteschlange, als zahlreiche Gäste auf Einlass warteten. Eine Online-Ticketreservierung oder festgelegte Zeitfenster gibt es hier laut der Website des Freibads nicht.

Ist das Bad voll, warten deshalb viele Besucher vor dem Bad, bis andere Gäste es verlassen, um dann selbst eingelassen zu werden. Nach den Vorfällen engagierte das Freibad nun einen Sicherheitsdienst.

Probleme mit den Coronaregeln

Auch in Berlin sind laut Deutscher Presse-Agentur in einigen Freibädern bereits Sicherheitsdienste im Einsatz, da es hier an heißen Tagen ebenfalls zu Unstimmigkeiten komme. Und in Kaiserslautern musste der Einlass in ein Freibad am Mittwoch letzte Woche für den Rest des Tages sogar komplett untersagt werden.

Nach Polizeiangaben hielten sich die Besucher und die Wartenden vor dem Bad trotz der Hinweise von Polizei und städtischer Ordnungsbehörde nicht an die geltende Coronaverordnung.

Dass es in den Stuttgarter Freibädern so friedlich zugeht, erklärt sich Jens Böhm vor allem mit dem Online-Ticketsystem der Stuttgarter Bäderbetriebe: „Bei uns kommen nur die Leute, die vorab reserviert haben. Streiterei darüber, wer zuerst da war, oder lange Wartezeiten gibt es deshalb nicht.“ Zwar seien auch in den Stuttgarter Freibädern seit Saisonbeginn Sicherheitsleute im Einsatz, diese unterstützen aber lediglich das Badpersonal, beispielsweise zu Beginn der Zeitfenster, wenn sich doch mal kurzfristig Schlangen bilden.




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