Handball-Bundesliga Auch Frisch Auf Göppingen kann den SC Magdeburg nicht stoppen

Omar Ingi Magnusson (Mi.) warf neun Tore für den SCM und  war von Sebastian Heymann (li.) und Tim Kneule kaum zu stoppen. Foto: Baumann/Alexander Keppler 13 Bilder
Omar Ingi Magnusson (Mi.) warf neun Tore für den SCM und war von Sebastian Heymann (li.) und Tim Kneule kaum zu stoppen. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Es war ein hoch emotionales Spiel auf Augenhöhe, am Ende aber gaben zu viele technische Fehler und vier verworfene Siebenmeter von Frisch Auf Göppingen den Ausschlag für den 25:24-Sieg des SC Magdeburg. Wer soll den Spitzenreiter stoppen?

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Göppingen - Frisch Auf Göppingen hat alles gegeben, brachte mit einer Energieleistung den SC Magdeburg ins Wanken, doch der Spitzenreiter fiel nicht. Am Ende gewann der SCM verdient mit 25:24 (14:13) und schraubte seine Erfolgsbilanz in der Handball-Bundesliga auf beeindruckende 20:0 Punkte. „Wir haben ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Wir haben in der Abwehr sehr gut gearbeitet und im Angriff weitgehend diszipliniert gespielt, deshalb sind wir sehr enttäuscht“, sagte Frisch-Auf-Kapitän Tim Kneule, der vor der Partie seinen Vertrag bis 2023 verlängert hatte. Kneule warf vor 3300 Zuschauern in der EWS-Arena fünf Tore und war gemeinsam mit Marcel Schiller (5/2) hinter Kevin Gulliksen (9/1) zweitbester Göppinger Werfer. Für den SCM, der kurz vor Schluss 25:22 führte, erzielte Torjäger Omar Ingi Magnusson 9/6 Tore.

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In einem rassigen Spiel auf Augenhöhe gaben Kleinigkeiten den Ausschlag. Frisch Auf machte mehr technische Fehler, hatte eine zu schlechte Angriffseffizienz (auch weil Nationalspieler Sebastian Heymann einen schwachen Tag erwischte), zudem hielt der frühere Balinger Keeper Mike Jensen im SCM-Tor vier Siebenmeter.

„Mir fehlen etwas die Worte, die Jungs sitzen niedergeschlagen in der Kabine, wir haben uns für eine grandiose, aufopferungsvolle Leistung nicht belohnt. Knackpunkt war unsere schwache Wurfausbeute, wir hatten 20 Fehlwürfe“, sagte Frisch-Auf-Trainer Hartmut Mayerhoffer. „Das war ein krasser Fight, Riesenkompliment an Göppingen für diesen Kampf, wir sind heilfroh, dass wir die beiden Punkte mit nach Magdeburg nehmen konnten. Es war auch ein bisschen Glück dabei“, meinte SCM-Coach Bennet Wiegert.

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Weiter geht es für Frisch Auf bereits am kommenden Samstag (15.30 Uhr). Dann geht es zum TSV GWD Minden, der am Mittwoch mit dem 29:25 bei der MT Melsungen seine ersten Punkte einfuhr, ehe am 21. November (16 Uhr) wieder ein Schwergewicht in der Göppinger EWS-Arena aufkreuzt – der deutsche Rekordmeister THW Kiel. Doch der Titelfavorit sind die Zebras nicht mehr. Das ist inzwischen der SC Magdeburg. Und die große Frage lautet: Wer soll das Wiegert-Team in dieser Saison stoppen?

Aufstellungen

Frisch Auf Rebmann, Kastelic (bei einem Siebenmeter); Neudeck, Kneule 5 Tore, Lindenchrone Andersen 1, Heymann 2, Bagersted, Schiller 5/2, Goller 1/1, Gulliksen 9/1, Hermann, Zelenovic, Kozina 1.

SCM Green (1.-20. Minute), Jensen (20.-60.); Chrapkowski 1, Kristjansson 1, Pettersson, Magnusson 9/6, Hornke 1, Weber, Gullerud, Mertens 3, Saugstrup 2, O’Sullivan 3, Bezjak 2, Smits, Damgaard 1, Preuss 2.

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