Frisch Auf Göppingen Nach dritter Niederlage in Serie – zurück im Mittelmaß

Nemanja Zelenovic (li.) und Jacob Bagersted versuchen Jim Gottfridsson zu stoppen: Der Flensburger Spielmacher fand immer wieder Lücken in der Frisch-Auf-Abwehr. Foto: imago//Mario M. Koberg
Nemanja Zelenovic (li.) und Jacob Bagersted versuchen Jim Gottfridsson zu stoppen: Der Flensburger Spielmacher fand immer wieder Lücken in der Frisch-Auf-Abwehr. Foto: imago//Mario M. Koberg

Als die Abwehr endlich aufwacht, leistet sich Frisch Auf Göppingen einen zweiten Wechselfehler und gerät endgültig auf die Verliererstraße: Nach dem 23:30 in Flensburg gilt es für den Handball-Bundesligisten im nächsten Heimspiel, den Negativtrend zu stoppen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Flensburg - Klar, waren zwei der drei Gegner nicht von Pappe. Doch unterm Strich ist Frisch Auf Göppingen nach den Niederlagen gegen den THW Kiel (28:31), in Hannover (25:31) und am Sonntag bei der SG Flensburg-Handewitt mit nun 12:10 Punkten wieder im grauen Mittelmaß der Handball-Bundesliga gelandet. Das 23:30 (10:16) beim deutschen Vizemeister war geprägt von verschiedenen Phasen. In der ersten Halbzeit leistete sich Frisch Auf im Angriff acht technische Fehler und ging in der Abwehr nicht aggressiv genug zur Sache, was den Flensburgern viel zu viele Räume ermöglichte. Die nutzte vor allem Nationalspieler Johannes Golla (sieben Tore), der am Kreis von Spielmacher Jim Gottfridsson immer wieder gut bedient wurde.

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Nach der Pause steigerte sich Göppingen nach einem 13:20-Rückstand, kam auf 18:21 und 21:24 heran und hatte beidesmal die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Einmal vertändelte Linkshänder Nemanja Zelenovic mit einem unnötigen Rückhandanspiel den Ball, beim anderen Mal dezimierte sich Frisch Auf mit dem zweiten Wechselfehler im Spiel selbst. „Da müssen wir besser werden, denn dadurch brachten wir unsere Aufholjagd ins Stocken. Das war ein Knackpunkt“, sagte Trainer Hartmut Mayerhoffer selbstkritisch. „Insgesamt haben wir leider nicht über 60 Minuten das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten.“

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Beste Werfer seiner Mannschaft waren Linksaußen Marcel Schiller (8/2) sowie die Rückraumspieler Sebastian Heymann und Zelenovic (je 5). Die nächste Chance, den Negativtrend zu stoppen, bietet sich am kommenden Sonntag (16 Uhr): Dann kommt der Bergische HC (9:11 Punkte) in die EWS-Arena.

Aufstellungen

SG Flensburg-Handewitt: Buric (1.-60. Minute), Bergerud (bei einem Siebenmeter); Golla 7 Tore, Hald, Svan 3, Wanne, Jöndal 1, Steinhauser 1/1, Heinl, Mensah Larsen 5, Sögard 6, Gottfridsson 5/1, Holpert, Pelko, Röd 2.

Frisch Auf Göppingen: Rebmann (1.– 30. Minute), Kastelic (31.-60.); Neudeck (ne.), Kneule, Hejny (ne.), Heymann 5, Bagersted 1, Ellebaek, Smarason 2, Schiller 8/2, Rentschler, Goller (ne.), Hermann (ne.), Zelenovic 5, Kozina 2.

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