Frisch-Auf-Göppingen-Sieg ohne Cheftrainer Schönes Erlebnis

Christian Schöne (li.) neben Chefcoach Magnus Andersson: Im EHF-Pokal gegen den FC Porto hatte Co-Trainer Schöne auf der Bank allein das Sagen. Foto: Baumann
Christian Schöne (li.) neben Chefcoach Magnus Andersson: Im EHF-Pokal gegen den FC Porto hatte Co-Trainer Schöne auf der Bank allein das Sagen. Foto: Baumann

Eigentlich ging es es für Frisch Auf Göppingen um nichts mehr. Doch für Aushilfs-Chefcoach Christian Schöne war die Partie gegen den FC Porto etwas ganz Besonderes.

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Göppingen - Als die Spieler von Frisch Auf Göppingen sich nach dem 30:28 (10:13) gegen den FC Porto von ihren Fans ausgiebig feiern ließen, war Christian Schöne (36) längst voller Erleichterung in der Kabine verschwunden. „Ich war schon etwas nervös“, räumte der Mann ein, der an diesem Abend die Verantwortung trug. Zwar stand der Einzug ins EHF-Pokal-Final-Four schon vor dem letzten Gruppenspiel gegen den portugiesischen Serienmeister fest, doch für Schöne war es das erste Mal, dass er als Trainer das Sagen hatte: Der Assistent von Magnus Andersson musste seinen fieberkranken Chef vertreten. „Erst zwei Stunden vor dem Spiel habe ich endgültig erfahren, dass Magnus nicht kommen kann“, sagte der Ex-Nationalspieler und schmunzelte: „Es gibt nicht viel, was ich bei Frisch Auf noch nicht gemacht habe.“

Prosts Paraden sichern den Sieg

Schöne leitet das Nachwuchsleistungszentrum, er fungiert im Normalfall als Co-Trainer, er hilft als Spieler in der zweiten Mannschaft aus. Nun also die erfolgreiche Premiere als Cheftrainer. Das Schaulaufen im eigentlich bedeutungslosen Spiel wurde zu einem harten Stück Arbeit. Es stand 22:23 – und erst die Paraden des eingewechselten Primoz Prost sorgten vor 3400 Zuschauern für die Wende, zu der Linksaußen Marcel Schiller (9/4) und Rückraumspieler Zarko Sesum (5/1) die meisten Tore beisteuerten. „Diese 12:0 Punkte in einer anspruchsvollen Gruppe sind schon ein Ausrufezeichen“, sagte Schöne mit Blick aufs Final Four und ist guter Dinge, dass am 20./21. Mai die Titelverteidigung gelingt: „Mit dem Heimvorteil können wir schon etwas reißen.“

Bundesligisten gehen sich im Viertelfinale aus dem Weg

Es könnte erstmals in der Geschichte des EHF-Pokals ein rein deutsches Endturnier werden. Im Gegensatz zu Frisch Auf müssen sich die anderen Teams erst noch qualifizieren. Die Bundesligisten Füchse Berlin, SC Magdeburg und MT Melsungen gehen sich als Gruppensieger im Viertelfinale am 22./23. und 29. /30. April (Auslosung an diesem Dienstag in Wien) aus dem Weg. Gruppenzweite wurden Tatabanya KC (Ungarn), St. Raphael (Frankreich) und Helvetia Anaitasuna aus Pamplona (Spanien). Schöne: „Es wäre schon schön, wenn das Final Four keine reine Bundesligaveranstaltung wird.“ Denn Bundesligaspiele hat Frisch Auf genug: Zum Beispiel am kommenden Freitag (19 Uhr) beim Bergischen HC und am Karsamstag (20.15 Uhr) daheim gegen den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen.

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