Frisch Auf hat hohe Ziele Göppingen will zurück ins obere Drittel

Göppingens Trainer Magnus Andersson steht unter Erfolgsdruck. Foto: Baumann
Göppingens Trainer Magnus Andersson steht unter Erfolgsdruck. Foto: Baumann

In knapp zwei Wochen beginnt die Handball-Bundesliga: für Frisch Auf Göppingen mit der Partie bei Aufsteiger Friesenheim. Am Ende soll Platz sechs rausspringen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Göppingen - Der Gewinn des EHF-Pokals änderte daran nichts: In der Liga lief beim Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen in der vergangenen Runde vieles schief. Mit dem Start am 24. August (19 Uhr) bei Aufsteiger Eulen Ludwigshafen soll sich einiges ändern. Kapitän Zarko Sesum ist der Nachfolger von Manuel Späth (zum TVB 1898 Stuttgart) als Spielführer. Im Verein bekleidete der 31-Jährige dieses Amt bisher nur bei seinem Heimatclub RK Sintelon. Doch Sesum führt aktuell auch die serbische Nationalmannschaft aufs Feld. Mit zum Mannschaftsrat gehören noch die Rückraumkollegen Tim Kneule (seit 2006 bei Frisch Auf) und Adrian Pfahl – der Linkshänder schickt schon mal eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wenn bei uns alles klappt, sind wir zu allem fähig.“ Saisonziel Das bedeutet jedoch nicht, dass Frisch Auf die Champions-League-Plätze angreift. Das wäre nach der enttäuschenden Bundesligasaison 2016/17 (Platz zehn, 27:41 Punkte) auch reichlich vermessen. „Wir wollen zurück ins obere Drittel“, lautet die Vorgabe von Geschäftsführer Gerd Hofele, „Platz sechs ist ein anspruchsvolles und ehrgeiziges Ziel.“ Nach den großen Drei – Rhein-Neckar Löwen, SG Flensburg-Handewitt, THW Kiel – werden auch die Füchse Berlin, der SC Magdeburg und die MT Melsungen sehr stark eingeschätzt.

Der EHF-Pokal ziert die Vitrine

EHF-Pokal Nach den Titelgewinnen 2011, 2012, 2016 und 2017 würde Frisch Auf nur zu gern erneut auf der internationalen Bühne triumphieren. „Dabei hängt jedoch viel von der Auslosung ab“, sagt Hofele und lässt offen, ob sich der Verein erneut für die Ausrichtung des Final Four bewirbt. Finanzen Frisch Auf konnte den Rekordetat von 5,2 Millionen Euro halten. Bisher wurden 3000 Dauerkarten verkauft (Vorjahr 3350). „„Wir müssen unsere Fans zurückerobern“, fordert Hofele. Trotz der geänderten Anwurfzeiten (Donnerstag, 19 Uhr/Sonntag, 12.30 Uhr) hofft er im Laufe der Runde auf steigende Zuschauerzahlen. „Wenn unsere Leistungen wieder stimmen, haben wir auch ein volles Haus.“ Neue Impulse Die größten Hoffnungen setzt Trainer Magnus Andersson auf das neue Kreisläuferduo Kresimir Kozina und Jacob Bagersted, Spielmacher Allan Damgaard sowie Nachwuchshoffnung Sebastian Heymann, den der neue sportliche Leiter Christian Schöne als „das deutsche Top-Talent“ bezeichnet. „Wir müssen im Ligaalltag wieder mehr Emotionalität, mehr Mentalität einbringen“, fordert Schöne. Und mehr Konstanz: In der Vorbereitung setzte es einen Kantersieg gegen Ludwigshafen, aber auch Niederlagen gegen die Zweitligisten Coburg und Hamm. Start Vergangene Saison hatte es nach einer Top-Vorbereitung am ersten Spieltag eine 23:34-Heimpackung gegen Hannover gesetzt. „Wir müssen gut aus den Startlöchern kommen, um uns Selbstvertrauen zu holen“, betont Andersson. Wegen Lichtarbeiten in der EWS-Arena finden die ersten drei Spiele allerdings auswärts statt.

Unsere Empfehlung für Sie