Fronleichnam – Abendmahl und Eucharistie Was wird an Fronleichnam gefeiert?

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Fronleichnam – das Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi – ist ein katholisches Hochfest, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.

In der traditionellen Tracht von St. Peter im Schwarzwald begleiten katholische Gläubige die Fronleichnamsprozession. Nach einem Festgottesdienst ziehen sie unter Gebet und Gesang von Station zu Station um den Ort im Hochschwarzwald. Foto: dpa 13 Bilder
In der traditionellen Tracht von St. Peter im Schwarzwald begleiten katholische Gläubige die Fronleichnamsprozession. Nach einem Festgottesdienst ziehen sie unter Gebet und Gesang von Station zu Station um den Ort im Hochschwarzwald. Foto: dpa

Stuttgart - An diesem Donnerstag (15. Juni) feiern die katholischen Christen das Hochfest Fronleichnam („Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi“). In mehreren Bundesländern – wie Baden-Württemberg – ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag. Im Mittelpunkt des Hochfestes zehn Tage nach Pfingsten steht das eucharistische Brot, für die Katholiken ein Realsymbol für die Gegenwart Christi.

Gegenwart Christi in der Eucharistie

Diese Gegenwart wird an Fronleichnam in besonderer Weise gefeiert, indem eine in einem Gottesdienst geweihte Hostie in einer Monstranz, einem liturgischen Schaugefäß, in einer Prozession durch die Straßen getragen wird. An einigen Orten gibt es auch Fronleichnamsprozessionen zu Wasser.

Entlang des Prozessionsweges werden Straßen und Häuser festlich geschmückt, an manchen Orten wie im Schwarzwald kennt man die Tradition großer Blumenteppiche. Die Prozession macht Station an geschmückten Altären, wo aus den Evangelien vorgelesen, Fürbitte gehalten und mit dem eucharistischen Brot der Segen erteilt wird.

„Fron-Lichnam“ – lebendiger Leib

Das Wort Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „fron“ bedeutet „Herr“, „lichnam“ meint den lebendigen Leib. Die Einführung des Festes geht auf eine Vision der Augustinernonne Juliane von Lüttich (um 1191 bis 1258) zurück. Im Traum sah sie der Überlieferung zufolge den Mond, der einen sichtbaren dunklen Fleck aufwies. Sie deutete dies als Zeichen dafür, dass der Kirche ein Fest zu Ehren der Eucharistie fehle.

Bischof Robert von Lüttich führte das Fest für sein Bistum im Jahr 1246 ein. Im Jahr 1264 legte Papst Urban IV. fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Papst Johannes XXII. (1316-1334) sorgte dafür, dass das Fest in der gesamten abendländischen Kirche gefeiert wird. Die Prozessionen entstanden in Deutschland. 1279 gilt als das Jahr der ersten Fronleichnamsprozession, die in Köln stattfand.




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