Fußball-EM 2016 Deutschland – Italien

Sport: Thomas Haid (T.H.)

28. Juni 2012 in Warschau: Deutschland – Italien 1:2 Es ist die Niederlage, die Joachim Löw bis heute nachhängt. Genauer: die taktischen Winkelzüge des Bundestrainers, die hinten und vorne nicht aufgingen. Um sich auf den Finalgegner Italien einzustellen, hatte Löw auf dem Flügel nicht wie zuvor Marco Reus oder Thomas Müller aufgeboten, sondern Toni Kroos – allerdings nur nominell. Auf dem Platz entpuppte sich der damalige Münchner als Sonderbewacher für Andrea Pirlo, der dessen gefürchtete lange Pässe unterbinden sollte. Doch dazu kam es nicht. Zum einen fremdelte Kroos sichtlich, zum anderen spielte Pirlo ungeachtet aller deutschen Absichten nach 20 Minuten einen jener langen Bälle auf Chiellini. Von dort kam der Ball zu Cassano und weiter zu Mario Balotelli, der in der Mitte einköpfte. Damit war Löws Konzept hinfällig, erst recht nach dem 0:2 (36.). Balotelli entwischte Philipp Lahm und knallte den Ball unter die Latte. Mesut Özil gelang per Handelfmeter der Anschluss, aber erst in der 90. Minute und damit zu spät.Deutschland: Neuer – Boateng (71. Müller), Hummels, Badstuber, Lahm – Schweinsteiger, Khedira – Kroos, Özil, Podolski (46. Reus) – Gomez (46. Klose).Tore: 0:1 Balotelli (20.), 0:2 Balotelli (36.), 1:2 Özil (90.Handelfmeter).




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