Die Nationalmannschaft Ecuadors behält ihren Platz bei der Fußball-WM 2022 in Katar. Zuvor hatte es Irritationen wegen einer angeblich fehlenden Spielberechtigung gegeben.

Die Nationalmannschaft Ecuadors behält ihren Platz bei der Fußball-WM in Katar. Die FIFA stellte das nach einer Beschwerde Chiles eingeleitete Verfahren wegen einer angeblich fehlenden Spielberechtigung des Spielers Byron Castillo ein, wie der Weltverband am Freitag mitteilte. Die Entscheidung kann noch bei der Berufungskommission des Weltverband angefochten werden. Im Extremfall hätte eine Verurteilung des Verbands aus Ecuador zu einem Verlust der Qualifikation für die Weltmeisterschaft führen können.

Der chilenische Verband hatte vor gut einem Monat eine Beschwerde beim FIFA-Disziplinarkomitee eingelegt. Nach Einschätzung der Chilenen hatte Castillo keine gültige Spielberechtigung während der WM-Qualifikationsphase. Die FIFA hatte die beteiligten Verbände zu Stellungnahmen aufgefordert.

Ecuador trifft auf Katar, Niederlande und Senegal

Nach Angaben des chilenischen Verbands soll Castillo falsche Angaben über seinen Geburtsort und sein Geburtsdatum gemacht haben. So sei der Rechtsverteidiger von Barcelona SC Guayaquil in Kolumbien zur Welt gekommen und nicht in Ecuador. Außerdem sei er in Wirklichkeit drei Jahre älter als angegeben.

Castillo war in der Qualifikation für die WM in Katar (21. November – 18. Dezember) zu acht Einsätzen gekommen. Ecuador hatte sich zum vierten Mal für eine WM-Endrunde qualifiziert und trifft in Gruppe A auf Gastgeber Katar, Niederlande und Senegal. Chile hingegen hat die Qualifikation knapp verpasst.

Um die tatsächliche Herkunft von Castillo wird seit Jahren debattiert. 2021 ordnete die ecuadorianische Justiz schließlich an, dass Castillo eine neue Geburtsurkunde mit Geburtsort in Ecuador ausgestellt wird. Erst danach wurde er in den Nationalkader für die WM-Qualifikationsspiele berufen. „Bei internationalen Wettbewerben dürfen wir kein Risiko eingehen“, sagte der Vizepräsident des ecuadorianischen Fußballverbandes, Carlos Manzur, damals.